EU-Kommission will der Industrie länger mehr CO2-Ausstoß erlauben

EU-Fahnen (Archiv)

Die EU-Kommission plant eine Reform des Emissionshandels, die höhere Treibhausgasemissionen für Industrie und Energiewirtschaft ermöglichen soll

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EU-Kommission plant Reform des Emissionshandels

Die EU-Kommission hat Pläne zur Reform des Emissionshandels vorgestellt, die höhere Treibhausgasemissionen für die Industrie und Energiewirtschaft ermöglichen sollen. Der CO2-Ausstoß könnte bis 2040 um rund 30 Prozent höher ausfallen als bisher geplant. Die Integration von CO2-Speicherung in den Emissionshandel soll weiteren Spielraum bieten.

Emissionshandelssystem und Zertifikate

Im Europäischen Emissionshandelssystem (ETS-1) müssen Unternehmen Zertifikate pro Tonne CO2-Äquivalente erwerben. Die Anzahl der Zertifikate sinkt jährlich,was eine Obergrenze für CO2-Emissionen schafft. Unternehmen müssen klimaneutral wirtschaften, sobald keine Zertifikate mehr verfügbar sind. Der Preis der Zertifikate steigt, wenn die Emissionen langsamer sinken als das Angebot.

Geplante Änderungen

Die EU-Kommission plant,die jährliche reduktionsrate der zertifikate langsamer zu senken. Aktuell liegt die Rate bei 4,3 Prozent, soll 2028 auf 4,4 Prozent steigen und nach dem neuen vorschlag 2031 auf 3,7 prozent und 2036 auf 1,7 prozent fallen. Die kostenlose zuteilung von Zertifikaten soll über 2030 hinaus fortgesetzt werden, sofern das Geld in Dekarbonisierung investiert wird.

Erweiterung des Emissionshandels

Künftig sollen internationale flüge innerhalb eines 5.000-Kilometer-Radius und Privatjets in den Emissionshandel einbezogen werden.Die Reform wird durch Maßnahmen zur Reduktion fossiler Emissionen, Elektrifizierung und einem Gesetz für „zukunftssichere Stromrechnungen“ ergänzt. Ein Elektrifizierungsziel von 46 Prozent bis 2040 ist vorgesehen, mit niedrigeren Steuern auf Strom und effizienteren Netzentgelten.

Finanzierung und investitionen

die Einnahmen aus der Versteigerung von zertifikaten fließen in Deutschland in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Eine größere kostenlose Vergabe von Zertifikaten könnte diese Einnahmen reduzieren. EU-energiekommissar Dan Jorgensen betont die Notwendigkeit, fossile Brennstoffe durch saubere Elektronen zu ersetzen.

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