EU sichert Grönland Unterstützung zu
Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald trump gegenüber Grönland hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas den Menschen auf der zu Dänemark gehörenden Insel die Unterstützung der Europäischen union zugesichert.Vor den Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg erklärte sie am Dienstag, die EU habe kein interesse an einem Kampf, werde aber auf ihrer Position bestehen. Europa verfüge über eine Reihe von Instrumenten, um seine Interessen zu schützen.
Strategische Bedeutung Grönlands
Souveränität und territoriale integrität
Kallas betonte, es sei kein Geheimnis, dass Grönland strategisch wichtig sei. Grönland gehöre jedoch seinem Volk. Weder drohungen noch Zölle würden daran etwas ändern. Souveränität könne man nicht kaufen, sagte sie.
Die Europäische Union stehe ohne Zweifel an der Seite Grönlands und des Königreiches Dänemark bei der Verteidigung ihrer territorialen Integrität und Souveränität. Die Äußerungen von Präsident Trump vom Samstag hätten eine Lage geschaffen, die bisher noch nicht gekannt worden sei. Man müsse Ruhe bewahren und geschlossen auftreten, erklärte die Vizepräsidentin der EU-Kommission.
Klimawandel und Sicherheitslage in der Arktis
Arktis als sicherheitspolitische Herausforderung
Kallas verwies zudem auf die Folgen des Klimawandels in der Arktis. Die Region erwärme sich drei- bis viermal schneller als der weltweite Durchschnitt. Klimawandel, Umweltbeeinträchtigung und Sicherheitsrisiken machten nicht halt an Grenzen, und kein Land könne eine derartige Bedrohung allein bekämpfen.
Eine regelbasierte internationale ordnung und multilaterale Zusammenarbeit seien daher von entscheidender Bedeutung. Wenn Europa geeint und stark sei, könne es seine Interessen und Werte auch im hohen Norden verteidigen. Das Engagement der Europäischen Union in der Arktis müsse dieser Realität Rechnung tragen.











