Papier unterstützt CSU-Plan für Bundesländerzusammenlegung

Sitzung des Bundesrates (Archiv)

<h3>Staatsrechtler Papier unterstützt Deutschland-Plan von Markus Söder</h3> Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mit seinem Deutschland-Plan zur Verringerung der Anzahl der Bundesländer und zur Fusion schwächerer mit stärkeren Ländern Zustimmung erhalten. Der Staatsrechtswissenschaftler und ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sagte der „Bild", die Idee sei richtig

Gevita Tagesresidenz

Staatsrechtler Papier unterstützt Deutschland-Plan von ⁣Markus Söder

Der Plan des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zur Verringerung der Anzahl der Bundesländer‍ und zur Fusion ‌schwächerer mit stärkeren ⁣Ländern stößt bei​ dem Staatsrechtswissenschaftler Hans-Jürgen Papier auf Zustimmung. ⁣Der ehemalige Präsident ⁢des‌ Bundesverfassungsgerichts bezeichnete die idee in der „Bild“-Zeitung als richtig.

Bewertung ⁣der Länderstruktur und Verweis auf das Grundgesetz

Papier verwies darauf, dass die Bundesländer ⁢eine eigene Staatsqualität und‍ die dafür nötige Leistungsfähigkeit besitzen sollten. Dies​ sei bei einigen Ländern offensichtlich nicht der Fall. Diese ⁣könnten nach seiner‌ Einschätzung von einer zusammenlegung profitieren.

Zugleich bestätigte der frühere⁤ Verfassungsrichter die ‌Vereinbarkeit des Söder-Plans mit dem Grundgesetz. Die Zahl der Bundesländer dürfe⁤ verändert werden. Das Grundgesetz sehe in Artikel 29 ausdrücklich vor, dass ⁤das Bundesgebiet neu gegliedert werden könne, um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen‍ obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen⁤ können.

Reaktionen aus den Kommunen

Auch ⁤Kommunen, die⁣ von dem Deutschland-Plan ⁣Söders⁤ unmittelbar betroffen wären, äußern Verständnis für den Ansatz des bayerischen Ministerpräsidenten. Der Hauptgeschäftsführer‍ des Deutschen Städte- und‌ Gemeindebundes (DStGB), André⁣ Berghegger, ⁢sagte der Zeitung, ⁢angesichts der extrem⁤ schwierigen Finanzlage der städte und gemeinden solle darüber diskutiert werden, wie der föderale⁤ Staat insgesamt effizienter ⁤und ⁤leistungsstärker aufgestellt werden könne.

Finanzlage der⁢ Kommunen und vorschläge zur Kostenverteilung

Das Finanzierungsdefizit der Kommunen habe im vergangenen jahr bei mehr als 30 Milliarden Euro gelegen, erklärte Berghegger. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund‌ habe daher den ​Vorschlag ‍unterbreitet,die Kosten für einige soziale‍ Leistungen künftig zu je‌ einem Drittel auf Bund,Länder und Kommunen‌ zu verteilen.

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