Konflikt um Apothekenhonorare
Die Krankenkassen lehnen die Forderung der Apotheken nach höheren Honoraren ab und werfen ihnen vor, mit falschen Behauptungen zu operieren. Dies äußerte Stefanie Stoff-Ahnis,Vize-Chefin des Kassen-Spitzenverbandes,im Vorfeld eines bundesweiten Protesttags der apothekerverbände.
Argumentation der Krankenkassen
Stoff-Ahnis betonte, dass die Vergütung der Apotheken seit 2013 um 1,5 Milliarden Euro auf 7,1 Milliarden Euro gestiegen sei, was einem Plus von 26 Prozent entspricht. Diese Steigerung sei aus den Beiträgen der Versicherten finanziert. Zudem verwies sie auf die Vergütungsregeln,wonach die Krankenkassen für jede abgegebene Packung einen Zuschlag von drei Prozent des Preises zahlen. Die steigenden Medikamentenpreise und die zunehmende Anzahl abgegebener Packungen führten zu einer stetigen Erhöhung der Vergütung.Zusätzliche zuschläge für Nacht- und notdienste sowie Botendienste kämen hinzu. Die schwarz-rote Koalition plane zudem eine Ausweitung der Impfmöglichkeiten.
Position der apotheker
Thomas Preis, Chef der Apothekervereinigung Abda, kritisiert einen „seit 13 Jahren andauernden Honorarstillstand“ und fordert eine pauschale Erhöhung des Fixums pro Medikament. Die Krankenkassen hingegen plädieren für eine differenzierte Vergütung. Stoff-Ahnis argumentiert, dass Apotheken in Ballungsräumen keine Erhöhung benötigen, während umsatzschwache Apotheken in strukturschwachen Regionen mehr Unterstützung brauchen. das Honorar solle besser verteilt werden, ohne die gesamtsumme zu erhöhen.











