Beteiligung von Peter Thiel an „Stark Defense“
Das Verteidigungsministerium sieht keinen Grund, dem deutschen Start-up „Stark Defence“ aufgrund der Beteiligung des US-Milliardärs Peter thiel den Auftrag zur Lieferung von Kamikazedrohnen zu verweigern. Dies geht aus einem informationspapier hervor, das an Bundestagsabgeordnete weitergeleitet wurde und über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
Details zur Beteiligung
laut dem Papier ist Peter Thiel über seine Beteiligungsgesellschaft Thiel Capital einer von vielen Minderheitsaktionären bei „Stark Defence“, wobei seine Anteile unter 10 Prozent liegen. Thiel ist nicht Mitglied des Aufsichtsrats und hat keine Kontroll- oder Sonderrechte, die ihm Einblick in oder Einfluss auf die operative Geschäftsführung ermöglichen würden. Kein Aktionär, einschließlich Thiel, hat Zugang zu Technologie oder Einfluss auf deren Weitergabe oder auf Forschungs- und Entwicklungsentscheidungen.
investitionskontrolle und Geheimhaltung
sollte Thiels Beteiligung die 10-Prozent-Schwelle überschreiten, würde dies eine Investitionskontrolle auslösen, die der Bundesregierung die Möglichkeit gibt, diese höhere Beteiligung zu untersagen. Geheimhaltungsklauseln stellen sicher, dass nur das betroffene Personal innerhalb des Unternehmens über vertrauliche Informationen Kenntnis erhält.
Äußerungen von Verteidigungsminister Pistorius
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerte bei einem Truppenbesuch Bedenken hinsichtlich Thiels Einfluss auf „Stark Defence“. er betonte, dass geklärt werden müsse, welchen Einfluss Thiel auf das Unternehmen habe. Sollte Thiel Einfluss auf das operative Geschäft haben, würde dies eine andere Qualität darstellen als eine Beteiligung im einstelligen Prozentbereich ohne operativen Einfluss.
Entscheidung über Drohnenanschaffung
Der Haushaltsausschuss soll am Mittwoch über die Anschaffung der Kamikazedrohnen entscheiden.Die Verträge mit den Start-ups „Stark Defence“ und „Helsing“ umfassen Lieferungen im Wert von rund 540 Millionen Euro, mit der Möglichkeit zu Folgeaufträgen. Der größte deutsche Rüstungskonzern, Rheinmetall, erhält derzeit keinen Vertrag, da die Testergebnisse seiner Kamikazedrohnen als nicht hinreichend bewertet wurden.
Begründung für die Aufträge
Die beabsichtigten Aufträge an deutsche Unternehmen sollen sicherstellen, dass die nationale Rüstungsindustrie zukünftig in der Lage ist, die Bedarfe der bundeswehr in einem großmaßstäblichen Konflikt zu decken. Dies soll das Risiko mindern, dass feindliche Maßnahmen die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr beeinträchtigen. Zudem soll die Bereitstellung hinreichender Stückzahlen für die Brigade Litauen bis Anfang 2027 ermöglicht werden.











