Forderung nach Auswertung der Epstein-Unterlagen
Mehrere Sicherheitspolitiker im Bundestag fordern eine systematische Auswertung der neu veröffentlichten US-Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein durch deutsche Staatsanwaltschaften.Konstantin von Notz,Grünen-Fraktionsvize,betonte gegenüber dem „Handelsblatt“,dass die deutschen Behörden die „epstein-Akten genau anschauen und gegebenenfalls amerikanische Behörden nach weiteren Informationen anfragen“ sollten. Er verlangt von der Bundesregierung Auskunft darüber, inwieweit deutschen Nachrichtendiensten Kenntnisse über Epsteins Taten und mögliche kriminelle Netzwerke bekannt waren.
Reaktionen aus dem Bundestag
Marc henrichmann, Vorsitzender des Geheimdienste-Kontrollgremiums und CDU-Politiker, äußerte sich ähnlich. Er wies darauf hin, dass in die „unsäglichen Epstein-Machenschaften“ offenbar hochrangige Entscheider verwickelt gewesen seien. Diese Enthüllungen könnten „erhebliches Kompromittierungs- und Erpressungspotential“ bieten. Es müsse geprüft werden, ob Entscheidungen „zulasten der Sicherheit Deutschlands und Europas“ beeinflusst worden sein könnten. Das Parlament werde den Sicherheitsbehörden dazu Fragen stellen.
Potenzielle deutsche Verflechtungen
Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, hält deutsche Bezüge für möglich. Angesichts der Verflechtungen in europäische Machtzirkel sei es nicht ausgeschlossen, dass sich Verbindungen auch nach deutschland ergeben könnten. Fiedler verwies auf die notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen deutschen und US-Ermittlungsbehörden. Zudem sieht er eine mögliche geheimdienstliche Dimension, sollte sich der Verdacht einer russischen Einflussoperation bestätigen.











