Forderung der Frauen-Union
Die Frauen-Union der CDU fordert, den neuen Wehrdienst-Fragebogen auch für Frauen verpflichtend zu machen. In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag, über den das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, verlangen die Unions-Frauen eine Weiterentwicklung des Modells der Freiwilligkeit beim Wehrdienst, um Frauen stärker einzubinden.
Erweiterung des Fragebogens
Der Antrag sieht vor, dass sowohl Frauen als auch Männer den Fragebogen verpflichtend ausfüllen.Zudem soll der Fragebogen erweitert werden, um Alternativen im sozialen Bereich oder im Zivil- und Katastrophenschutz abzufragen. Diese Daten könnten an Organisationen wie das Technische Hilfswerk oder das Deutsche Rote Kreuz weitergeleitet werden,um Interessierte gezielt anzusprechen.
Gesellschaftsjahr und Grundgesetzänderung
Die CDU-Frauen sprechen sich für ein verpflichtendes gesellschaftsjahr aus und fordern eine Grundgesetzänderung, um dies zu ermöglichen.Ziel ist, dass alle jungen Leute eines Jahrgangs einen Pflichtdienst leisten, entweder bei der Bundeswehr oder im sozialen Bereich. Derzeit erlaubt das Grundgesetz nur die Einziehung von Männern zur Wehrpflicht oder zum Zivildienst.
Hintergrund zum neuen Wehrdienst
Zum 1. Januar 2026 wurde in Deutschland ein neuer, zunächst freiwilliger Wehrdienst eingeführt. Alle Männer und Frauen ab dem Jahrgang 2008 werden angeschrieben,um ihre Eignung für den Dienst in den Streitkräften zu prüfen. Männer müssen antworten, Frauen nicht. Sollte der freiwillige Weg nicht genügend Freiwillige für die Bundeswehr bringen, erwägt die schwarz-rote Koalition eine „Bedarfswehrpflicht“.
Anreize für den Wehrdienst
Die CDU-Frauen fordern, dass Anreize für den Wehrdienst auch für den Ersatzdienst gelten sollten. Der Sold beim neuen Wehrdienst beträgt 2.600 Euro brutto im Monat, mit möglichen Zuschüssen für den Führerscheinerwerb.











