Mitten im neu aufgeflammten Zollstreit will der Autobauer Mercedes-Benz seine Produktion in den USA deutlich ausweiten, allerdings später als bisher angekündigt. Das SUV-Modell GLC soll nun „etwas später als 2027″ im US-Werk Tuscaloosa vom Band rollen, sagte Konzernchef Ola Källenius dem „Handelsblatt“. Einen genauen Zeitpunkt nennt Mercedes-Benz nicht.
Verschiebung der produktion des GLC in den USA
Ursprünglich wollte der Dax-Konzern das Fahrzeug bereits im kommenden Jahr in dem Werk im US-Bundesstaat Alabama fertigen. Anders als zunächst geplant, will Mercedes-Benz nicht mehr die aktuelle verbrenner-Version des GLC in den USA produzieren, sondern erst das Nachfolgemodell. Von dem neuen Fahrzeug erhofft sich der Konzern offenbar eine höhere Nachfrage. Der aktuelle GLC wurde im Juni 2022 vorgestellt.
Auswirkungen auf die Standorte Deutschland und USA
die Entscheidung bedeute keine Produktionsverlagerung aus Deutschland, sagte Källenius. Die Stückzahl, die in den USA abgesetzt und heute importiert wird, werde Mercedes-Benz künftig lokal produzieren. Die Produktion des GLC in Deutschland laufe weiter. Durch die Erweiterung der US-Produktion kann Mercedes-Benz nach Angaben des Unternehmens trotz Zöllen seinen Fußabdruck in den USA ausweiten.
Strategische Ausrichtung von Mercedes-Benz
Mercedes-Benz will den Produktionsausbau nicht als Reaktion auf die US-Zollpolitik, sondern als strategische Entscheidung verstanden wissen. Investitionsentscheidungen würden für Jahrzehnte getroffen und nicht als schnelle Reaktionen auf politische Veränderungen, sagte der deutsch-schwedische Manager Källenius.










