Kritik an Äußerung von Grünen-Jugend-Sprecher Luis Bobga
Luis Bobga, Bundessprecher der Grünen Jugend, hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in einem Video als „Hurensohn" bezeichnet. Die Wortwahl löste scharfe Kritik aus Union und Grünen aus.Reaktion aus der Union
Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, äußerte sich in der „Bild am Sonntag" besorgt über den Umgangston. Die Enthemmung bereite ihm Sorge. Wörtlich sagte Spahn: „Wenn Demokraten so miteinander umgehen, dann können wir der AfD gleich die Schlüssel geben.kritik an Äußerung des Grünen-Jugend-sprechers über Markus Söder
Nachdem der Bundessprecher der Grünen Jugend, Luis Bobga, den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in einem Video als „hurensohn“ bezeichnet hatte, ist scharfe Kritik aus Union und Grünen laut geworden.
Reaktionen aus der Union
Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte der „Bild am Sonntag“, die Enthemmung bereite ihm Sorge. „Wenn Demokraten so miteinander umgehen, dann können wir der AfD gleich die Schlüssel geben. Von den grünen ist eine Entschuldigung fällig. Und es ist ein guter Zeitpunkt, daran zu erinnern: Wir alle sollten Debatten respektvoll führen“, erklärte Spahn.
Die CSU forderte die Grünen zu Konsequenzen auf. CSU-Generalsekretär Martin Huber bezeichnete die Äußerung als „niveaulose Entgleisung der Grünen Jugend“. Die Grünen-Parteispitze müsse sich dafür entschuldigen und ihren „unter demokraten inakzeptablen Nachwuchs zur Rechenschaft ziehen“.
Alexander Hoffmann, Chef der CSU-Landesgruppe, erklärte: „Wer so etwas sagt, ist nicht länger tragbar. Auch wer Demokratie und ihre Institutionen durch Unterlassen gefährdet,ist kein echter Demokrat.“
Stellungnahme aus den Reihen der Grünen
appell von Omid Nouripour
Der grüne Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Omid Nouripour, betonte gegenüber der „Bild am Sonntag“, Söders eigene Attacken rechtfertigten keine entgleisung unter der Gürtellinie. „Jeder sollte seinen Beitrag zum Anstand leisten“, sagte Nouripour.











