Steigende Nachfrage nach deutschen Aktien auf US-Plattform OTC Markets
Seit Anfang 2024 verzeichnet die US-Handelsplattform OTC Markets eine deutlich höhere Nachfrage nach Wertpapieren deutscher Konzerne. Nach Angaben von OTC-Vizepräsident Jason Paltrowitz ist das durchschnittliche Handelsvolumen mit deutschen Aktien auf der Plattform in diesem Zeitraum um 81 Prozent gestiegen. US-Investoren hätten 2024 vor allem wegen der vergleichsweise niedrigen Bewertungen bei deutschen und europäischen Aktien zugegriffen.
Anlageverhalten von US-Investoren
Suche nach Diversifizierung seit 2025
Seit Anfang 2025 beobachten OTC Markets und Paltrowitz Veränderungen im Anlageverhalten. Viele US-investoren wollten ihre Risiken stärker diversifizieren, sagte Paltrowitz dem „Handelsblatt“. Gründe seien die politischen Entwicklungen in den USA und die Gefahr, dass die KI-Blase platze.
interesse an traditionellen Sektoren
Angesichts des Booms bei Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) suchten einige Anleger nach Ausgleich in traditionellen Sektoren wie Industrie oder Konsumgüter. In diesen Branchen gebe es einige Unternehmen in Deutschland und Europa, die für Investoren interessant seien, erklärte Paltrowitz.
OTC Markets als Zugang für deutsche Unternehmen
„Listing Light“ als Alternative zum Zweitlisting
bei OTC Markets können sich deutsche Unternehmen, die in der Bundesrepublik bereits an der Börse notiert sind, mit einem sogenannten „Listing Light“ eine breitere Investorenbasis in den USA erschließen.Der regulatorische und finanzielle Aufwand ist dabei geringer als bei einem vollwertigen Zweitlisting an den großen US-Börsen Nyse oder Nasdaq.
Deutsche Konzerne auf OTC Markets
Aktuell sind bei OTC Markets Aktien beziehungsweise Hinterlegungsscheine auf Aktien (American Depositary Receipts, ADRs) mehrerer Dax-Konzerne gelistet. Dazu zählen Adidas, BASF, Bayer, DHL, Deutsche Telekom und Infineon.










