„Sondervermögen“ ist „Unwort des Jahres“ 2025

Wörterbuch (Archiv)

<h3>„Sondervermögen" ist „Unwort des Jahres" 2025</h3> Die Jury der Aktion „Unwort des Jahres" hat den Begriff „Sondervermögen" zum „Unwort des Jahres" 2025 gewählt. <h3>Begründung der Jury</h3> <h4>Präsenz im gesellschaftlichen Diskurs</h4> Der Ausdruck „Sondervermögen" sei seit einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent, teilte die Jury am Dienstag in Marburg mit

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Begriff „Sondervermögen“ ist „Unwort⁢ des Jahres“ 2025

Die Jury der sprachkritischen Aktion „Unwort des Jahres“​ hat den Begriff „Sondervermögen“ zum „Unwort des Jahres“ 2025 gewählt. Der Ausdruck sei seit einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent ​und sei⁢ 2025 im öffentlich-politischen⁤ Sprachgebrauch vermehrt verwendet worden, teilte die​ Jury am Dienstag in Marburg mit. Er habe die​ politischen Debatten ⁢über staatsverschuldung und Investitionsprogramme deutlich geprägt.

Begründung der Jury für die Wahl von „Sondervermögen“

Kritik an ⁤verschleierung ‍der schuldenaufnahme

Nach Darstellung der‍ jury​ verdeckt der Gebrauch des technizistischen Begriffs „Sondervermögen“ in ‍der öffentlichen⁤ Kommunikation, dass es sich um die Aufnahme von Schulden handelt.Der⁤ Ausdruck ‌verschleiere Tatsachen und entfalte eine manipulative Wirkung.

Dadurch würden demokratische Debatten über‌ die ⁣notwendigkeit der Schuldenaufnahme ⁣unterminiert, hieß es⁤ weiter. Verständlichkeit und Aufrichtigkeit würden ‍im Hinblick auf die aufgenommenen Schulden vermieden.

Forderung⁢ nach Klarheit in der politischen Sprache

Die Jury betonte, wo politische Kommunikation alle Bürger betreffe, sei ein sprachkritisches Einmahnen von Klarheit und angemessenheit in der ‌Sprache diskursethisch ‍geboten. Dies gelte insbesondere ⁣für Begriffe, die zentrale Fragen wie‌ Staatsverschuldung und Investitionsprogramme ⁢berührten.

Weitere Begriffe auf der Liste 2025

Neben „Sondervermögen“ setzte die Jury auch die Begriffe ‍„Zustrombegrenzungsgesetz“ und „Umsiedlung“ auf die Liste für das Jahr 2025. Insgesamt gingen 2.631 Einsendungen ein.

Unter​ den Begriffen, die​ mehr als zehnmal vorgeschlagen wurden, ‌waren unter anderem: Babyboomer (16), Brandmauer (22), Deal (215), Drecksarbeit (91), Friedensangst (582),⁣ hocheffizienter Verbrenner (22), kriegstüchtig (42), Ladeerlebnis (154),⁢ sondervermögen (79), Stadtbild (141), tatsächlich (20), Technologieoffenheit (36),​ umstritten (427) und Zustrombegrenzungsgesetz (17). ⁤Diese häufig eingesandten Ausdrücke entsprechen jedoch ⁤nicht zwingend den Kriterien ⁢der Jury.

Zusammensetzung der Jury „Unwort des Jahres“

Die Jury​ der Aktion „Unwort des‍ Jahres“ besteht aus⁤ vier Sprachwissenschaftlern ‌und einer⁢ Journalistin. Im jährlichen Wechsel ⁢wird sie um ein weiteres Mitglied aus dem öffentlichen Kultur- und medienbetrieb ergänzt.

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