Saarland

Wirtschaftsminister Barke besucht Saarbrücker KI-Startup ZopaAI

Zwei Forschungsprojekte des Unternehmens zu Geschäftsverhandlungen und CO₂-reduziertem Stahl werden nach Angaben des Ministeriums gefördert

Saarland Wirtschaft: DillingerHütteLitermontL1040823 (2), Dillinger Hütte - panoramio

Saarlands Wirtschaftsminister Jürgen Barke hat im Rahmen seiner Tour „Zukunft ist hier“ das Saarbrücker Startup ZopaAI besucht. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte Software für den Geschäftskundenvertrieb.

Stadtwerke Friedrichsthal 2026

Wirtschaftsminister Jürgen Barke hat am Mittwoch, 21. Oktober, im Rahmen seiner Tour „Zukunft ist hier“ das Saarbrücker Startup ZopaAI besucht. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie mit. Das Unternehmen entwickelt nach Angaben des Ministeriums KI-gestützte Software für den Geschäftskundenvertrieb und arbeitet unter anderem an Lösungen für die Stahlindustrie.

„Die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes hängt entscheidend davon ab, ob es uns gelingt, neue Technologien in konkrete wirtschaftliche Wertschöpfung zu übersetzen. Künstliche Intelligenz bietet große Chancen, Unternehmen effizienter zu machen, neue Märkte zu erschließen und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Wir wollen solche Innovationen im Saarland ermöglichen und dafür sorgen, dass aus guten Ideen marktfähige Lösungen entstehen“, erklärte Barke beim Besuch.

Zwei Forschungsprojekte

Laut Mitteilung arbeitet ZopaAI derzeit an zwei Forschungsprojekten.

„DEAL KI“

Im Projekt „DEAL KI“ entwickelt das Unternehmen eine KI-gestützte Lösung. Sie soll Unternehmen bei der Vorbereitung und Durchführung komplexer Geschäftsverhandlungen unterstützen. Dafür werden Daten zusammengeführt und ausgewertet, um Empfehlungen etwa für Verhandlungsstrategien und Preisgestaltung abzuleiten.

Die Gesamtkosten liegen nach Angaben des Ministeriums bei rund 1,11 Millionen Euro. Knapp 500.000 Euro davon werden gefördert:

  • rund 444.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
  • rund 56.000 Euro aus Landesmitteln

„KINGS“

Das Projekt „KINGS“ richtet sich auf die saarländische Stahlindustrie. Die geplante Software soll potenzielle Abnehmer für CO₂-reduzierten Stahl identifizieren und deren Marktpotenzial bewerten. Als Pilotanwender ist die Dillinger Hütte geplant. Ziel ist es laut Mitteilung, neue Absatzmöglichkeiten für CO₂-reduzierten Stahl systematischer zu erschließen.

Die Gesamtkosten betragen rund 888.000 Euro. 400.000 Euro davon werden aus dem saarländischen Transformationsfonds finanziert.

Barke: Industrie und Digitalisierung verbinden

„Wir wollen die industrielle Stärke des Saarlandes mit den Chancen der Digitalisierung verbinden. Dafür brauchen wir Unternehmen, die neue Technologien entwickeln und in die Anwendung bringen. Wenn künstliche Intelligenz dabei hilft, Vertriebsprozesse zu verbessern und neue Absatzmärkte für nachhaltige Industrieprodukte zu erschließen, stärkt das die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes“, betonte Barke.

Bildquellen

  • Duo (Schnitt, leicht schräg): DillingerHütteLitermontL1040823 (2), Dillinger Hütte – panoramio: Oktobersonne / CC BY-SA 4.0; Whereismymind / CC BY 3.0

Toyota Scheidt

Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen