St. Ingbert hat auf seiner Stadtwebsite einen neuen KI-gestützten Chatbot eingeführt. Unter dem Namen „INGO“ steht der virtuelle Assistent seit dem 26. Juni 2026 rund um die Uhr zur Verfügung – unabhängig von Öffnungszeiten und ohne Wartezeiten.
Was INGO leisten soll
Der Chatbot beantwortet nach Angaben der Stadt Fragen zu Verwaltungsleistungen, Veranstaltungen und Formularen. Grundlage sind die Inhalte der Stadtwebsite. Typische Anliegen betreffen laut Mitteilung:
- Öffnungszeiten und Zuständigkeiten
- benötigte Unterlagen für Behördengänge
- direkten Zugang zu Online-Anträgen
Über eine Anbindung an den städtischen Formularserver können Nutzerinnen und Nutzer gezielt auf Online-Dienstleistungen zugreifen. Das System versteht natürliche Sprache, ist mehrsprachig ausgelegt, in einfacher Sprache gehalten und anonym nutzbar.
Entlastung für Mitarbeitende
Neben dem Bürgerservice verspricht sich die Stadtverwaltung auch interne Vorteile: Häufig gestellte Fragen sollen automatisiert beantwortet werden, sodass Mitarbeitende mehr Zeit für individuelle und komplexere Anliegen haben.
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer erklärte zur Einführung
„INGO ist ein Stück St. Ingbert – und jetzt auch ein digitaler Begleiter für unsere Bürgerinnen und Bürger. Es freut mich, dass wir mit moderner Künstlicher Intelligenz ein Angebot schaffen, das den Zugang zur Verwaltung einfacher, schneller und komfortabler macht. Unser Ziel ist eine Verwaltung, die jederzeit erreichbar ist und ihre Dienstleistungen so anbietet, wie die Menschen sie heute erwarten: digital, unkompliziert und bürgernah. Der persönliche Kontakt bleibt dabei selbstverständlich erhalten – INGO ergänzt unseren Service und macht ihn noch besser.“
Sven Oberinger, CIO der Stadt und verantwortlich für die Digitalisierung, ergänzte:
„Der Einsatz moderner Technologien ermöglicht es uns, Verwaltungsservices effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Servicequalität für unsere Bürgerinnen und Bürger spürbar zu verbessern. Der Chatbot hilft dabei, Informationen schnell bereitzustellen und digitale Angebote gezielt zugänglich zu machen.“
Name mit lokalem Bezug
Der Name und das Erscheinungsbild des Chatbots sind laut Stadtverwaltung an den „Großen Stiefel“ angelehnt – eine markante Felsformation, die zu den bekanntesten Wahrzeichen St. Ingberts zählt. Eine frühere Version der Figur existierte bereits, wurde 2026 jedoch grundlegend überarbeitet und erhält nun die neue Funktion als Chatbot.
Transparenz und Weiterentwicklung
Die Stadt betont, dass der KI-Charakter des Systems für Nutzerinnen und Nutzer stets erkennbar ist. INGO verstehe sich als Ergänzung zum persönlichen Service – nicht als Ersatz. Für individuelle oder komplexe Anliegen stünden weiterhin die zuständigen Mitarbeitenden zur Verfügung. Rückmeldungen aus der Nutzung sollen nach Angaben der Verwaltung kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Angebots einfließen.



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