St. Ingbert hat sich am Samstag, 9. Mai 2026, am bundesweiten Tag der Städtebauförderung beteiligt. Unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ bot die Stadt ein Programm mit Führungen, Workshops und Informationsveranstaltungen an. Bundesweit nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 600 Kommunen mit etwa 700 Veranstaltungen teil.
Neue Musikschule in historischem Gebäude
Zentraler Anlaufpunkt war die neue Musikschule in den Räumen der ehemaligen Justizvollzugsanstalt. Beim Tag der offenen Tür konnten Besucherinnen und Besucher die umgebauten Räume besichtigen, musikalische Angebote ausprobieren und sich über die Arbeit der Einrichtung informieren. Ergänzt wurde das Angebot durch Gastronomie sowie Mitmachaktionen für Kinder.
Die offizielle Eröffnung gestaltete ein Bläserquartett, bestehend aus zwei Musikschullehrern und zwei Verwaltungsmitarbeitenden. Anschließend sprachen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung zu den Gästen.
Musikschulleiter Ingo Nietert sagte bei der Eröffnung
„Ich begrüße Sie heute hier ganz herzlich und lade Sie ein, unsere neue Musikschule in diesem historischen Gebäude kennenzulernen. Nach meinem Empfinden ist das Geld, das hier von verschiedenen Fördermittelgebern investiert wurde, sehr sinnvoll angelegt. Nun ist es an uns, das Gebäude mit Leben und Musik zu füllen.“
Bürgermeisterin Nadine Backes betonte die Symbolkraft des Umbaus:
„Wo sich früher die Justizvollzugsanstalt St. Ingbert befand, erklingen heute Musik und Lebensfreude. Das ehemalige Gefängnis aus dem Jahr 1882 wurde mit viel Sorgfalt und Respekt vor der historischen Bausubstanz zu einer modernen Musikschule umgebaut. Aus einem Ort der Abschottung wurde ein Ort der Offenheit und Begegnung.“
Führungen und weitere Programmpunkte
Staatssekretär Torsten Lang hob nach Angaben der Stadt die Bedeutung des Aktionstags hervor, geförderte Projekte sichtbar zu machen. Den Umbau der ehemaligen JVA zur Musikschule bezeichnete er als gelungenen Ort der Gemeinschaft. Bundestagsmitglied Esra Limbacher nannte die Städtebauförderung ein wichtiges Instrument zur Stärkung von Begegnungsorten.
Großes Interesse fanden zudem zwei Baustellenführungen durch die historische Baumwollspinnerei. Dr. Gregor Scherf vom Landesdenkmalamt erläuterte Details zur früheren Nutzung des Gebäudes. Dort entstehen nach Angaben der Stadt derzeit ein Verwaltungsgebäude sowie ein neues Museum.
Das Programm umfasste außerdem
- Stadtführungen zum Thema Albert Weisgerber
- Musikalische Schnupperangebote
- Informationsstände
- Kreative Workshops für Kinder und Familien
Fotos: Giusi Faragone



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