Fischotter-Ausstellung im St. Ingberter Rathaus noch bis 22. Mai zu sehen

BUND-Wanderausstellung zeigt Rückkehr des Fischotters ins Saarland – Schülerin forscht parallel mit eDNA-Tests

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert Wanderausstellung „Willkommen im Saarland – Die Rückkehr des Fischotters“ im Kuppelsaal des Rathauses

Im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses ist noch bis zum 22. Mai die Wanderausstellung „Willkommen im Saarland – Die Rückkehr des Fischotters" zu sehen. Präsentiert wird sie von der Biosphären-VHS St. Ingbert, konzipiert hat sie der BUND.

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St. Ingbert. Im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses läuft noch bis zum 22. Mai 2026 die Wanderausstellung „Willkommen im Saarland – Die Rückkehr des Fischotters“. Organisiert hat sie der BUND, präsentiert wird sie von der Biosphären-VHS St. Ingbert. Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.

Lebenszyklus und Gefährdung des Fischotters

Auf 16 Bannern informiert die Ausstellung über den gesamten Lebenszyklus und Lebensraum des Fischotters – einschließlich der Gefahren, denen das Tier ausgesetzt ist. Der nachtaktive und scheue Fischotter lebt an Auen und Flüssen und siedelt sich nach Angaben der Veranstalter nur dort an, wo er sauberes Wasser vorfindet. Im Saarland war er zeitweise beinahe ausgestorben; in den vergangenen Jahren wurde er wieder vermehrt beobachtet.

Das Monitoring übernimmt unter anderem Hardy Welker vom BUND, der die Tiere an der Blies mit Wildkameras beobachtet und ihr Verhalten dokumentiert. Gemeinsam mit Heike Sicurella vom BUND hat er die Ausstellung konzipiert. Den Kontakt zur VHS als Aussteller und zum MINT-Campus stellte Adam Schmitt vom BUND her.

„Als Biosphärenstadt ist es unsere Aufgabe zu zeigen, wie wichtig das Gleichgewicht der Umwelt ist.“

Das sagte Beigeordneter Albrecht Hauck bei der Eröffnung der Ausstellung.

Führungen für Schulklassen

Die Exponate richten sich laut Veranstalter an Erwachsene wie an Kinder – kindgerechte Materialien sind eigens vorhanden. Zusätzlich werden 45- bis 60-minütige Führungen speziell für Kinder angeboten. Bereits sieben Schulklassen aus St. Ingberter Schulen haben sich dafür angemeldet.

„Wir präsentieren diese Ausstellung im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms der VHS.“

So Frank Ehrmantraut, stellvertretender Leiter der VHS St. Ingbert.

Schülerin forscht mit eDNA-Tests

Ein weiterer Beitrag zur Eröffnungsveranstaltung kam vom MINT-Campus: Die 16-jährige Lara Scherer, Schülerin der 10. Klasse eines Gymnasiums, stellte ihr Forschungsprojekt vor. Unter der Leitung des Biologen Dr. Johannes Becker-Follmann untersucht sie, ob sich Vorkommen von Nutria in Gewässern mit sogenannten eDNA-Tests (environmental DNA) nachweisen lassen. Ende Mai wird sie das Projekt beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ präsentieren.

Im nächsten Schritt will Scherer prüfen, ob sich die Methode auch zum Nachweis von Fischottern eignet – und damit das Otter-Monitoring des BUND unterstützen. Das Projekt wird am MINT-Campus unter der Reihe „Citizen Science“ weitergeführt, bei der interessierte Bürgerinnen und Bürger entsprechende wissenschaftliche Nachweise selbst durchführen können.

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