Künstler Max G. Grand-Montagne im Alter von 84 Jahren gestorben

St. Ingbert trauert um Maler, Grafiker und Kulturvermittler

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert St. Ingberter Künstler Max G. Grand-Montagne verstorben

Der St. Ingberter Künstler Max G. Grand-Montagne ist Ende Mai 2026 im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Stadt nach eigenen Angaben eine prägende Persönlichkeit des kulturellen Lebens.

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St. Ingbert. Der Künstler Max G. Grand-Montagne ist Ende Mai 2026 im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilte die Stadt St. Ingbert am 3. Juni mit. Grand-Montagne wurde 1941 in St. Ingbert geboren und blieb seiner Heimatstadt nach Angaben der Stadt über viele Jahrzehnte eng verbunden.

Werk zwischen Abstraktion und Kalligrafie

Seine künstlerische Ausbildung führte ihn unter anderem an die Europäische Kunstakademie Trier. Schwerpunkte seines Schaffens waren Malerei, Grafik und insbesondere der experimentelle Holzschnitt. Charakteristisch für seine Arbeiten waren reduzierte Kompositionen, häufig in den Farben Schwarz, Rot und Weiß, oft mit dem Quadrat als Grundform. Seine Bildsprache bewegte sich laut Mitteilung zwischen abstrakter Form, kalligrafischer Linie, geometrischer Strenge und lebendiger Geste.

Bevor er sich konsequent der Kunst widmete, absolvierte Grand-Montagne eine Ausbildung in der Landesverwaltung und war beruflich im saarländischen Wirtschaftsministerium tätig.

„Für mich ist wichtig, dass die Bilder im Betrachter ein Gefühl auslösen und harmonisch sind. Letztendlich streben wir doch alle nach Harmonie.“

Das sagte Grand-Montagne nach Angaben der Stadt in einem früheren Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer.

Internationale Ausstellungen, regionale Verwurzelung

Seine Werke wurden in Deutschland, Frankreich und international gezeigt. Sie befinden sich laut Mitteilung in öffentlichen Sammlungen, darunter im französischen Konsulat in Madagaskar und im Museum in Penang, Malaysia.

In St. Ingbert gründete er 1988 die Sommerakademie Villa Martin und leitete sie bis 2005. Später betrieb er den „kunstraum maxg“ in der Stadt. Als ehemaliger Georgspfadfinder unterstützte er zudem die Freunde und Förderer der DPSG im Saarland; 2024 wurde er zum Ehrenmitglied der F+F Saar ernannt.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer würdigte den Verstorbenen in der Mitteilung:

„Ich habe Max G. Grand-Montagne sowohl als Menschen als auch als Künstler sehr geschätzt. Er hatte die besondere Gabe, mit wenigen Linien und klaren Formen das Wesentliche sichtbar zu machen. St. Ingbert verliert mit ihm nicht nur eine bedeutende Künstlerpersönlichkeit, sondern auch einen weltoffenen, zugewandten Menschen, der unsere Stadt kulturell bereichert und weit über ihre Grenzen hinaus sichtbar gemacht hat. Sein Wirken und seine Spuren werden in St. Ingbert bleiben.“

Grand-Montagne hinterlässt zwei Kinder sowie fünf Enkelkinder.

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