Grundsteinlegung für CISPA-Forschungscampus in St. Ingbert

Saarland investiert bis zu 350 Millionen Euro – Fertigstellung bis Ende 2028 geplant

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert Grundstein für den CISPA-Forschungscampus in St. Ingbert gelegt

In St. Ingbert hat der Bau des neuen Forschungscampus des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit begonnen. Das Saarland stellt dafür bis zu 350 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds bereit.

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St. Ingbert. Am vergangenen Donnerstag ist in St. Ingbert der Grundstein für den neuen Forschungscampus des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit gelegt worden. An der Zeremonie nahmen unter anderem CISPA-CEO Prof. Dr. Michael Backes, Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer teil.

Bau vereint verteilte Standorte

Der neue Campus soll die bislang im Saarland verteilten Standorte des CISPA an einem Ort zusammenführen. Auf einer Nutzfläche von rund 28.000 Quadratmetern entstehen Flächen für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Forschungsinfrastruktur. Nach Angaben des Zentrums soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit rund 725 auf über 1.000 wachsen.

Das Saarland finanziert das Projekt mit bis zu 350 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds. Die Fertigstellung ist laut Mitteilung bis Ende 2028 geplant.

Ringgebäude mit öffentlichem Forum

Architektonisch ist ein sechsgeschossiges Ringgebäude vorgesehen. Eine zentrale Eingangs- und Begegnungszone – das sogenannte „Grüne Forum“ – soll das Gebäude mit öffentlich zugänglichen Grün- und Aufenthaltsflächen verbinden.

Stimmen zur Grundsteinlegung

CISPA-CEO Michael Backes ordnete den Baubeginn als Ergebnis eines langen Aufbauprozesses ein:

„Der Grundstein markiert einen Meilenstein für das CISPA, das Saarland und Deutschland. Er steht für 15 Jahre Aufbauarbeit, die lange ohne gesicherte Finanzierung und ohne angedachte Verstetigung begonnen hat – getragen von der Überzeugung, dass exzellente Forschung in Cybersicherheit und vertrauenswürdiger KI einen eigenen Ort braucht.“

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger betonte die wirtschaftspolitische Bedeutung des Projekts:

„Wir investieren gezielt in die Zukunft unseres Landes, um internationale Talente anzuziehen, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und den Strukturwandel aktiv zu gestalten.“

Oberbürgermeister Ulli Meyer sprach von einer besonderen Chance für die Stadt:

„Das CISPA ist eine Jahrhundertchance für St. Ingbert. Heute legen wir nicht nur den Grundstein für ein Gebäude, sondern für die Zukunft unserer Stadt und der gesamten Region.“

Nikolas Gross, Geschäftsführender Gesellschafter des ausführenden Unternehmens Peter Gross Bau, erklärte:

„Die Grundsteinlegung ist der Startschuss, um für das CISPA einen Zukunftsstandort zu entwickeln, der der Stadt und der Region langfristige Impulse geben wird.“

Hintergrund: CISPA

Das CISPA Helmholtz-Zentrum forscht nach eigenen Angaben im Bereich Cybersicherheit und vertrauenswürdige künstliche Intelligenz. Ein internationales Gutachterpanel habe die Forschungsleistungen des Zentrums im vergangenen Jahr laut Mitteilung in allen Bereichen als herausragend bewertet.

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