St. Ingbert. Ende April haben alle Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband St. Ingbert und Kräften der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) eine Gemeinschaftsübung in einem Logistikzentrum in der Heinz-Kettler-Straße abgehalten.
Szenario: Brand an Ladestation und vermisste Personen
Das angenommene Szenario sah vor, dass im Bereich der Laderampe mehrere Elektrostapler an einer Ladestation in Brand geraten waren. Das Treppenhaus A war stark verraucht, die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst. Mitarbeiter vor Ort bestätigten den Brand und meldeten zugleich mehrere vermisste Personen.
Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Einheiten kurz nach 13:00 Uhr. Die Übungsleitung beorderte sie anschließend sukzessive zur Einsatzstelle.
Menschenrettung und Führungsstruktur im Fokus
Vor Ort unterstützte die Fachgruppe Einsatzleitung den Einsatzleiter bei der Koordination. Die Übungsschwerpunkte lagen auf:
- Menschenrettung unter Atemschutz
- Brandbekämpfung im Innenangriff
- Wasserversorgung
- Kommunikation und Führungsstruktur zwischen den beteiligten Organisationen
Das THW brachte eigene Fähigkeiten in die Einsatzmaßnahmen ein. Die PSNV simulierte parallel die Betreuung betroffener Personen und Einsatzkräfte.
Übung nach eineinhalb Stunden abgeschlossen
Nach rund eineinhalb Stunden endete die Übung planmäßig. Wehrführer Jochen Schneider zog folgendes Fazit:
„Die Gebäudestruktur und die Dimensionen von Industriebetrieben stellen unsere Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen und Anstrengungen. Die Übungsteilnehmer haben ihre anspruchsvollen Aufgaben hervorragend bewältigt, die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos. Dennoch lernen wir bei Übungen immer hinzu. Insofern sind wir sehr dankbar, wenn uns entsprechende Örtlichkeiten zum Üben bereitgestellt werden.“
Das Logistikzentrum wurde nach Angaben der Feuerwehr vom Betreiber Lidl für die Übung zur Verfügung gestellt.



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