Grundsteinlegung für Palliativzentrum „Schmetterling“ in Homburg

Festakt auf dem UKS-Gelände: Zeitkapsel eingemauert, Eröffnung Ende 2027 geplant

Bild: Stadt Homburg Palliativzentrum „Schmetterling“ wächst weiter: Stadtspitze begleitete Festakt auf dem UKS-Gelände

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes wurde die Grundsteinlegung für das Palliativzentrum „Schmetterling“ gefeiert. Das altersübergreifende Hospizzentrum soll Ende 2027 eröffnen und Plätze für Erwachsene und Kinder bieten.

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Auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) ist die Grundsteinlegung für das Palliativzentrum „Schmetterling“ gefeiert worden. Bei einem Festakt wurde symbolisch eine Zeitkapsel eingemauert. Die Projektverantwortlichen informierten über den aktuellen Baufortschritt des altersübergreifenden Hospizzentrums, das laut Mitteilung Ende 2027 eröffnet werden soll.

An der Veranstaltung nahmen Oberbürgermeister Michael Forster und Bürgermeister Manfred Rippel gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Stadt- und Ortsrat teil.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesundheitswesen

Zu den Gästen zählten unter anderem Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Innenminister Reinhold Jost, der Ärztliche Direktor des UKS, Prof. Dr. Michael Zemlin, sowie Fußball-Europameister Stefan Kuntz als Schirmherr des Projekts. Auch Unterstützerinnen und Unterstützer aus Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Ehrenamt sowie die beteiligten Planungs- und Baufirmen waren anwesend.

Begrüßt wurden die Gäste von Wilfried Bohn, Vorsitzendem des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin e. V. Er dankte den Beteiligten, Sponsoren, Planern, ausführenden Unternehmen und Unterstützern, die das Projekt in den vergangenen Jahren begleitet hätten.

Idee entstand 2009

Die Geschichte des Palliativzentrums reicht nach Angaben von Prof. Sven Gottschling, Leiter des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am UKS, bis ins Jahr 2009 zurück. Die erste Idee sei bei einem Spaziergang durch das Waldgebiet am Rand des UKS-Geländes entstanden. Der Standort biete eine ruhige, naturnahe Lage in unmittelbarer Nähe zur medizinischen Infrastruktur des Klinikums.

„Für mich ist das ein ganz großer Tag, weil wir unserem Ziel einer vollständig alters- und sektorenübergreifenden Versorgung von Menschen jeden Alters mit lebenslimitierenden Erkrankungen mit großen Schritten näherkommen“, erklärte Prof. Gottschling.

Hospiz- und Palliativversorgung bedeute das Versprechen, Menschen und ihre Angehörigen auch dann nicht allein zu lassen, wenn eine heilende Behandlung nicht mehr möglich sei, so der Ideengeber des Projekts.

16 Plätze für Erwachsene, acht für Kinder

Auf einem rund 12.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht laut Mitteilung ein Gebäude mit etwa 3.200 Quadratmetern Nutzfläche. Dort sollen künftig ein Hospiz für Erwachsene mit 16 Plätzen sowie ein Kinderhospiz mit acht Plätzen untergebracht werden. Ergänzt wird das Angebot durch Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten für Angehörige.

Insgesamt fließen nach Angaben der Stadt rund 13 Millionen Euro in das Bauvorhaben. Laut Mitteilung soll es bei Eröffnung das größte Hospiz in Deutschland sein. Bundesweit gilt das Projekt demnach als besonders, weil hier Kinder- und Erwachsenenhospizarbeit unter einem Dach vereint werden.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger bezeichnete das Projekt als Ausdruck gelebter Solidarität und Mitmenschlichkeit. Es sei ein gesellschaftliches Versprechen, dass niemand in den schwersten Stunden seines Lebens allein gelassen werde.

Engels-Fackel übergeben

Cathrin Muell vom Bundesverband Kinderhospiz e. V. machte bei der Veranstaltung auf den bundesweiten Kinder-Lebens-Lauf aufmerksam. Die sogenannte Engels-Fackel, die seit April durch Deutschland und erstmals auch durch Luxemburg, Österreich und die Schweiz getragen wird, soll auf die Belange von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen aufmerksam machen. Muell übergab die Fackel an Rüdiger Schneidewind, Geschäftsführer der HoPa (Hospiz- und Palliativversorgung) Saar-Pfalz gGmbH.

Kinder der benachbarten AWO-Kindertagesstätte hatten Bilder gestaltet, auf denen sie ihre Wünsche für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner des Hospizzentrums festhielten. Die Bilder wurden gemeinsam mit weiteren Zeitdokumenten in eine Zeitkapsel gelegt, die Ministerpräsidentin Anke Rehlinger im Beisein der Stadtspitze verschloss und einmauerte.

Oberbürgermeister Michael Forster hob die Bedeutung des Vorhabens für Homburg als Gesundheits- und Wissenschaftsstandort hervor.

„Mit dem Palliativzentrum Schmetterling gewinnt unsere Stadt eine Einrichtung mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. Sie wird Menschen jeden Alters zugutekommen und zugleich ein sichtbares Zeichen dafür setzen, dass Menschlichkeit und Fürsorge einen festen Platz in unserer Gesellschaft haben“, so der Oberbürgermeister im Nachgang der Veranstaltung.

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