Das Saarland hat seine Förderrichtlinie für öffentliche touristische Infrastruktur überarbeitet und an die Tourismusstrategie Saarland 2035 angepasst. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie mit. Anträge können demnach ab sofort nur noch digital über das Förderportal des Saarlandes eingereicht werden.
Förderziele an Tourismusstrategie ausgerichtet
Nach Angaben des Ministeriums setzt die neue Richtlinie an den künftigen Schwerpunkten der Tourismusentwicklung an. Dazu zählten die Steigerung der Wertschöpfung sowie die Verbesserung von Standortattraktivität und Lebensqualität.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke äußerte sich dazu wie folgt:
„Wir wollen die hohe Qualität unserer Tourismusregion langfristig sichern und weiterentwickeln. Eine attraktive und moderne Infrastruktur ist dafür die Grundlage – für unsere Gäste genauso wie für die Menschen, die hier leben. Mit der neuen Richtlinie richten wir unsere Förderung konsequent an den Zielen der Tourismusstrategie Saarland 2035 aus und schaffen gleichzeitig ein einfacheres, digitales Verfahren. So wollen wir gezielt Investitionen anstoßen, die den Tourismus im Saarland nachhaltig stärken.“
Förderfähige Vorhaben und Umfang
Gefördert werden laut Mitteilung Investitionen in öffentliche touristische Infrastruktur ab 100.000 Euro. Dazu zählen unter anderem:
- Modernisierung und Erweiterung touristischer Einrichtungen
- Saisonverlängernde Angebote
- Investitionen in Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
- Neue Edutainment-Angebote
- Touristische Erschließung von Flächen
Die Förderung beträgt laut Ministerium weiterhin in der Regel 70 bis 90 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Im Landeshaushalt stehen dafür derzeit jährlich 5,5 Millionen Euro zur Verfügung, ab 2027 sollen es 6,0 Millionen Euro sein.
Seit 2022 hat das Wirtschaftsministerium nach eigenen Angaben 35 touristische Infrastrukturvorhaben mit einem Mittelvolumen von über 20 Millionen Euro unterstützt.
Antragstellung nur noch digital
Kommunen und andere Antragsteller müssen ihre Anträge künftig ausschließlich über das Förderportal des Saarlandes einreichen. Weitere Informationen zum Förderprogramm stellt das Ministerium auf seiner Website bereit.



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