Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes hat nach eigenen Angaben eine Messoffensive zur Überprüfung der Mobilfunkversorgung gestartet. Dabei werden rund 2.500 Kilometer Strecke vermessen, darunter bekannte Problemstellen und abgelegene Ortsteile.
Hintergrund der Messungen
Nach aktuellen Zahlen des Bundes seien saarländische Haushalte nahezu flächendeckend mit LTE und 5G versorgt. Das Saarland liege bei der Mobilfunkversorgung seit Verabschiedung der landeseigenen Gigabitstrategie 2022 über dem Bundesdurchschnitt, heißt es in der Mitteilung.
In der Praxis erlebten Bürgerinnen und Bürger jedoch weiterhin Funklöcher und Versorgungsschwächen. Dies hätten auch die Mobilfunkmesswochen des Bundes gezeigt, bei denen Bürgerinnen und Bürger eigene Messungen zu Schwachstellen im Mobilfunknetz dokumentieren konnten.
Da die bundesweiten Versorgungsdaten laut Ministerium nur auf theoretischen Berechnungen beruhen, habe die Landesregierung die Messoffensive gestartet, um ein Bild der tatsächlichen Mobilfunkversorgung zu erhalten.
Ablauf der Untersuchung
Das Mobilfunknetz wird durch den Dienstleister aconium GmbH in den kommenden Wochen vermessen. Der Praxis-Check umfasst nach Angaben des Ministeriums insbesondere Autobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen. Zusätzlich würden gezielt Bereiche angefahren, die bei den Mobilfunkmesswochen des Bundes Auffälligkeiten gezeigt hätten. Damit fließen auch von Bürgerinnen und Bürgern gemeldete Problemstellen in die Untersuchung ein.
Um ein möglichst flächendeckendes Bild zu erhalten, würden zudem Ortsteile vermessen, die keinen direkten Anschluss an das Bundes- und Landesstraßennetz haben.
Verwendung der Ergebnisse
Die Ergebnisse sollen laut Ministerium die Grundlage für den weiteren Dialog mit den Netzbetreibern bilden und auch dem Bund zur Verfügung gestellt werden.
Wirtschafts- und Digitalminister Jürgen Barke wird in der Mitteilung zitiert:
„Mobilfunk muss nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern insbesondere im Alltag. Wenn Bürgerinnen und Bürger unterwegs sind, telefonieren, arbeiten oder Daten übertragen wollen, müssen sie sich auf eine stabile Verbindung verlassen können. Die Messergebnisse werden uns genau zeigen, wo noch Versorgungslücken bestehen und gezielte Maßnahmen ergriffen werden müssen. Wir wollen nicht einfach nur Funklöcher zählen, sondern konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen schaffen.“



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