Saarbrückens OB fordert zweite Paris-Berlin-Direktverbindung über die Saar

Conradt schreibt an Bundesverkehrsminister Schnieder – DB und SNCF prüfen zweites Schnellzugpaar

Stadtansicht der Landeshauptstadt Saarbrücken mit der barocken Ludwigskirche als Wahrzeichen oder dem Saarbrücker Schloss mit seinem charakteristischen modernen Mittelbau (Gottfried Böhm). Alternativ: St. Johanner Markt mit seiner lebendigen Fußgängerzone und französischem Flair, die Alte Brücke zwischen Alt-Saarbrücken und St. Johann, oder der Deutsch-Französische Garten als grüne Lunge. Architektonische Mischung aus barockem Erbe (Stengel-Bauten) und moderner Stadtentwicklung. Dezenter Hinweis auf die Grenznähe zu Frankreich durch französisch inspirierte Elemente (Café-Kultur, Saarbahn-Trasse Richtung Sarreguemines). Der Schriftzug "SAARBRÜCKEN" in großen, modernen Lettern, klare serifenlose Schrift, weiß mit dunklem Schatten für Lesbarkeit. Atmosphäre: Metropolitan, kulturell vielfältig, grenzüberschreitend, barock-modern.

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt setzt sich in einem Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder dafür ein, die geplante zweite Schnellzugverbindung zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken zu führen. Hintergrund sind laufende Prüfungen der Deutschen Bahn und der französischen SNCF.

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Saarbrücken. Oberbürgermeister Uwe Conradt hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder in einem Schreiben aufgefordert, die geplante zweite tägliche Schnellzugverbindung zwischen Paris und Berlin über Saarbrücken zu führen. Hintergrund sind nach Angaben der Landeshauptstadt laufende Prüfungen der Deutschen Bahn (DB) und der französischen Staatsbahn SNCF, ein zweites Schnellzugpaar auf dieser Strecke einzurichten.

Conradt: Saarbrücken als deutsch-französischer Knotenpunkt

In seinem Schreiben begründet Conradt die Forderung mit der geografischen und institutionellen Stellung der Stadt. Als einzige deutsche Großstadt unmittelbar an der Grenze zu Frankreich sei Saarbrücken eng mit den französischen Nachbargemeinden verbunden. Er schreibt:

„Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist als Eurometropole der zentrale deutsch-französische Lebens-, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturraum im Herzen Europas.“

Und weiter

„Eine Streckenführung des zweiten Schnellzugpaares Paris-Berlin über Saarbrücken wäre daher verkehrspolitisch und für die deutsch-französische Beziehung von erheblicher Bedeutung.“

Einzugsgebiet von 1,5 Millionen Menschen

Nach Angaben der Landeshauptstadt verfügt der Eurobahnhof Saarbrücken über ein grenzüberschreitendes Einzugsgebiet von rund 1,5 Millionen Menschen. Eine Streckenführung über Saarbrücken würde laut Mitteilung auch die Regionen östliche Moselle, Luxemburg und Trier an die Verbindung Paris-Berlin anbinden.

Als Argumente für eine Routenführung über Saarbrücken nennt die Landeshauptstadt:

  • Pendlerströme: Die Region verzeichnet nach eigenen Angaben mit mehr als 236.000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern die umfangreichsten Grenzgängerströme innerhalb der Europäischen Union.
  • Wissenschaft und Fachkräfte: Eine verbesserte Anbindung komme Unternehmen, Studierenden und Forschenden zugute.
  • Vernetzung mit Luxemburg und Trier: Saarbrücken fungiere als natürlicher Knotenpunkt; Luxemburg habe ein Interesse an schnellen Verbindungen Richtung Frankfurt und Berlin.

Politische Unterstützung aus Saarland und Bundestag

Bereits im Oktober 2023 hatte die saarländische Landesregierung gemeinsam mit regionalen Akteuren eine Resolution verabschiedet, die Saarbrücken als zentrales Scharnier der deutsch-französischen Zusammenarbeit definiert. Aktuell setzen sich nach Angaben der Landeshauptstadt auch Mitglieder des Deutschen Bundestages für eine Streckenführung über Saarbrücken ein.

Conradt appelliert an Bundesregierung und Bahnunternehmen, die verkehrs- und europapolitischen Gesichtspunkte einer Routenführung über Saarbrücken in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

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