Saarbrücken – Inmitten der aktuellen Debatte über die Zukunft des Fernverkehrs in Deutschland hat Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt seine Forderung nach einer Streckenführung der geplanten zweiten täglichen Paris-Berlin-Verbindung über die Eurometropole Saarbrücken bekräftigt.
„Die aktuelle Debatte zeigt, wie wichtig es ist, dass europäische Grenzräume und starke regionale Zentren auch künftig leistungsfähig an das Fernverkehrsnetz angebunden bleiben. Saarbrücken als Zentrum der Eurometropole und Herz der deutsch-französischen Zusammenarbeit gehört wie selbstverständlich auf die Schnellzugachse zwischen Paris und Berlin.“
Appell an DB und SNCF
Conradt richtet seinen Appell ausdrücklich an die Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF, die nach Angaben der Landeshauptstadt derzeit eine zweite tägliche Verbindung zwischen Paris und Berlin prüfen.
„Die Entscheidung über die Streckenführung ist nicht allein eine verkehrliche Frage. Sie ist auch eine europapolitische Weichenstellung. Eine Führung über Saarbrücken würde die deutsch-französische Freundschaft stärken, die grenzüberschreitende Mobilität fördern und die Bedeutung der Eurometropole Saarbrücken als zentraler Knotenpunkt zwischen Deutschland und Frankreich unterstreichen.“
Die Landeshauptstadt fordert DB und SNCF auf, die verkehrlichen, wirtschaftlichen und europapolitischen Aspekte einer Streckenführung über Saarbrücken in ihre weiteren Planungen einzubeziehen.
Saarbrücken als deutsch-französischer Knotenpunkt
Als Begründung verweist die Stadt auf ihre Rolle als Sitz mehrerer deutsch-französischer und europäischer Institutionen, darunter die Deutsch-Französische Hochschule, der Deutsch-Französische Kulturrat sowie das französische Generalkonsulat.
Gemeinsam mit den Partnern in der Großregion bilde Saarbrücken nach eigenen Angaben einen grenzüberschreitenden Lebens-, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturraum mit rund 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.



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