Das Gesundheitsamt des Regionalverbands Saarbrücken hat den Jahresgesundheitsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der Bericht enthält Zahlen und Beschreibungen zu den verschiedenen Aufgabenbereichen der Behörde, in der nach Angaben des Regionalverbands 150 Personen beschäftigt sind.
Der Erste Regionalverbandsbeigeordnete Norbert Moy äußerte sich zu den steigenden Beratungszahlen:
„Unser Personal arbeitet mit geballter Kompetenz für ein noch besseres Gesundheitsangebot angesichts steigender Beratungszahlen. Ich danke allen Mitarbeitenden für ihr unermüdliches Engagement für die Menschen in unserer Region.“
Tigermücke als Fokusthema
Schwerpunkt des Jahresberichts ist die Tigermücke, die sich nach Angaben des Gesundheitsamts in den vergangenen Jahren zunehmend in der Landeshauptstadt verbreitet hat. Das Insekt gilt als potenzieller Überträger verschiedener Viren, die etwa Denguefieber auslösen können.
Bislang handelt es sich bei entsprechenden Erkrankungen in Deutschland um reisebedingte Einzelfälle. Im Elsass wurden laut Bericht bereits autochthone, also lokal erworbene, Infektionen registriert. Die Tigermücke wird als klein, tagaktiv und aggressiv beschrieben. Im betroffenen Stadtgebiet läuft derzeit eine Informationsoffensive des Gesundheitsamts. Für 2026 rechnet die Behörde mit einem weiteren Anstieg bestätigter Funde.
Schuleingangsuntersuchungen und psychische Belastungen
Die Schuleingangsuntersuchungen stehen laut Bericht weiterhin unter dem Druck steigender Schülerzahlen. Dennoch habe allen Kindern des Einschuljahres 2025/2026 ein Termin angeboten werden können.
Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen bleiben demnach hoch: 45 Prozent der Anfragen zu Schulfehlzeiten, Schulfähigkeit, Sportbefreiung und Hausunterricht seien vor dem Hintergrund einer psychischen oder psychiatrischen Problematik an das Gesundheitsamt gestellt worden.
Sozialpsychiatrischer Dienst verzeichnet mehr Fälle
Die Zahl der vom Sozialpsychiatrischen Dienst betreuten Personen stieg laut Bericht innerhalb eines Jahres um mehr als 10 Prozent auf 761 Fälle. Die fallspezifischen Kontakte erhöhten sich um rund 38 Prozent auf fast 6.000.
Als Ursachen nennt der Bericht unter anderem schwerwiegendere psychische Erkrankungen, komplexe soziale Problemlagen sowie einen erhöhten Koordinationsbedarf zwischen den Hilfesystemen.
Beratungsstellen mit höherer Nachfrage
Die Beratungsstelle für Aids und sexuelle Gesundheit verzeichnete 2025 insgesamt 9.898 Beratungen, im Vorjahr waren es 8.063. Die Prostituiertenschutzstelle führte 648 gesundheitliche Beratungen durch, nach 616 im Vorjahr.
Der Jahresgesundheitsbericht steht im Themenbereich Gesundheitsamt auf der Internetseite des Regionalverbands als Download zur Verfügung.


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