Der Regionalverband Saarbrücken hat eine Neubekanntmachung seines Flächennutzungsplans veröffentlicht. Grund dafür ist die wachsende Unübersichtlichkeit des Planwerks: Seit 2012 wurden 42 Änderungsverfahren sowie 97 Berichtigungen vorgenommen, was eine eindeutige Handhabung zunehmend erschwert hatte. Die Neubekanntmachung fasst all diese Änderungen in einer aktualisierten Planzeichnung zusammen.
Sonderbauflächen nehmen zu – vor allem für Photovoltaik
Auf die Änderungsverfahren entfallen nach Angaben des Regionalverbands rund 175 Hektar Flächenänderungen, auf Berichtigungen etwa 110 Hektar. Bei den Flächenbilanzen zeigt sich vor allem eine Zunahme von Sonderbauflächen, überwiegend mit der Zweckbestimmung Photovoltaik. Als Beispiel nennt der Regionalverband den Solarpark am Hartungshof in Kleinblittersdorf, auf den allein rund 21 Hektar entfallen.
Das Gesamtgebiet des Regionalverbands umfasst 411.000 Hektar. Davon sind laut Mitteilung:
- 43 Prozent Wald
- 22,1 Prozent Landwirtschaft
- 15,1 Prozent Wohnbaufläche
- 8 Prozent Grünfläche
Zentrale Flächenplanung als Besonderheit
Im Unterschied zu den übrigen saarländischen Landkreisen ist der Regionalverband Saarbrücken für eine gemeinsame Flächennutzungs- und Landschaftsplanung auf dem Gebiet seiner zehn Städte und Gemeinden zuständig. Flächennutzungspläne werden dort nicht eigenständig von den einzelnen Kommunen aufgestellt, sondern zentral durch den Regionalverband für das gesamte Verbandsgebiet.
Über die Planungsziele entscheidet der Kooperationsrat, dem neben den Ober- und Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern auch Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Stadt- und Gemeinderäte angehören.
Die Teilpläne sowie eine umfangreiche Dokumentation über Änderungen und Flächenbilanzen sind auf der Website des Regionalverbands abrufbar. Dort ist zudem ein Link zum Geoportal des Saarlandes mit einer interaktiven Planzeichnung hinterlegt.


Schreibe einen Kommentar