Der Regionalverband Saarbrücken hat eine zentrale Cloud-Plattform für seine Schulen in Betrieb genommen. Nach Angaben des Regionalverbands nutzen derzeit rund 41.500 Personen die Lösung, darunter Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Schulpersonal. Die Plattform ist Teil des landesweiten Systems „digitale Schule Saarland“.
Von Einzellösungen zur zentralen Plattform
Was bislang als getrennte Einzellösungen betrieben wurde, ist laut Regionalverband zu einer gemeinsamen Infrastruktur zusammengeführt worden. Aktuell sind 69 Schulstandorte angebunden; im Laufe des zweiten Quartals 2026 sollen alle 96 Standorte im Regionalverband eingebunden sein.
Die technische Umsetzung umfasste nach Angaben des Regionalverbands die Zusammenführung von rund 35.000 bestehenden Benutzerkonten. Dabei wurden Datenbestände, Gruppenstrukturen, Kalender, Notizen und bestehende Freigaben übertragen – alles im laufenden Schulbetrieb.
„Die Einführung der Schul-Cloud war ein echter Kraftakt, bei dem unsere Mitarbeitenden mit großem Engagement und hoher fachlicher Expertise Herausragendes geleistet haben. Mit viel Einsatz, technischem Know-how und sorgfältiger Planung ist es gelungen, eine hochkomplexe Systemlandschaft im laufenden Betrieb zu bündeln und zukunftsfähig aufzustellen.“
Das sagte Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger laut Mitteilung.
Funktionen und Betrieb
Die Plattform bietet nach Angaben des Regionalverbands unter anderem:
- sichere Dateiablage und gemeinsame Dokumentenbearbeitung innerhalb von Klassen
- gemeinsam nutzbare Whiteboards und Projektplanungstools
- Kalenderfunktionen, digitale Terminverwaltung und Umfragetools
- geräteunabhängigen Zugriff
Klassen- und Kursstrukturen sowie Benutzerkonten sollen künftig automatisiert aus der Online Schule Saarland, dem zentralen Verwaltungssystem der saarländischen Schulen, übernommen werden. Damit soll nach Angaben des Regionalverbands eine durchgängige digitale Umgebung entstehen, die Schülerinnen und Schüler von der Einschulung bis zum Schulabschluss begleitet.
Betrieben wird die Infrastruktur in einem saarländischen Rechenzentrum. Der Regionalverband betont, die Lösung sei datenschutzkonform ausgelegt und ermögliche eine professionelle Systemüberwachung sowie nachhaltige Wartung.


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