Einleitung
Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig.Für die bestandsanalyse fehlen laut Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de schutter vor.Wärmeplan und rechtliche Grundlagen
Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. David Johann erläuterte die Grundlagen. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros stand: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG).Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die fristen geregelt.Zeitplan
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen.Die Bestandsanalyse soll anfang November fertig sein, die Potenzialanalyse bis Mitte Dezember. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Varianten und Eignung
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: mehr Einzelanlagen, kleine quartiersnetze und größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung.Randgebiete
In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort,wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten,in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen,schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein baustein, setzten aber einen ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen Aspekt betrachte der Wärmeplan.Sanierung und Kosten
sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr,sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten,die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung und Steuerung
Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angehe. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer straße.Beratung
Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten.Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue,müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Kontakt
Fragen per E‑Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht.Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann.

Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen.Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Wärmeplan garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Laut Präsentation verpflichtet es die Länder auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Nach Johanns Darstellung enthält es keinen Sanierungszwang für die Bevölkerung.Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse ist bis Mitte Dezember geplant. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersucht werden drei Varianten:Varianten
– mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche. laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können.In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten. Diese Kosten müssten die Hauseigentümer aufbringen. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:Geplante Mitglieder
– die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue gebäudemodernisierungsgesetz,das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht.Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig.Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet,bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude.Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht.auch erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG).Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach johanns darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang november fertig sein.Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
– Mehr Einzelanlagen. – kleine Quartiersnetze. – Größere netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann,zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten netzausbau,hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre.Was die Wärmeversorgung für das einzelne haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:Geplante Vertreter
– Die Stadtratsfraktionen. – Die Energieversorger energis und SWF. – Das Gewerbe. – Fachleute. – Die Bürgerschaft. Die genaue zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei.Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter der E‑Mail-Adresse kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist david Johann. die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig.Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung seien unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang,keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude.Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen,heiße das nicht,dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde,sagte Johann. einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. einen Sanierungszwang für die bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen.Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersucht werden drei Varianten:Varianten
– mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein drittel in Frage.Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten.Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauere nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an,darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:Mögliche Mitglieder der großen Steuerungsgruppe
– die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht.Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöse. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel werde als Bio-Treppe bezeichnet.Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sehe Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann.
Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung.Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. David Johann erläuterte die Grundlagen. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.Einen sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse ist bis Mitte Dezember geplant. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können,welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: – mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche. laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage.Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein. Sie setzten aber einen Ausbau der stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr,sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten. Diese kosten müssten die Hauseigentümer aufbringen. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht.Die Umsetzung dauere nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht.Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: – die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern.Jene verwies auf das neue gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel werde als Bio-Treppe bezeichnet.die Wahl der Heizung sei frei.Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sehe Jene einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen und Kontakt
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist david Johann. Das Planungsbüro U_WerTh4 GmbH hat vorläufige Zahlen zur Heizungsstruktur vorgelegt. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gibt es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger.Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann.Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
– mehr Einzelanlagen – kleine Quartiersnetze – größere Netzbereiche Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen,sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht.Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet,jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden,wenn ein Energieexperte eingebunden sei.Bei rund 70 Prozent der Anlagen,die älter als zehn bis 15 Jahre sind,sehe Jene Einsparpotenzial,etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung.Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
– mehr Einzelanlagen – kleine Quartiersnetze – größere Netzbereiche Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Zusammensetzung
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an,darunter der Bürgermeister. eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht.Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet.Die Wahl der heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 prozent der Anlagen,die älter als zehn bis 15 Jahre sind,sehe Jene Einsparpotenzial,etwa durch eine bessere Einstellung der heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Uwe Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Er sagte, die Stadt sei gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Der Wärmeplan sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. David Johann erläuterte die grundlagen.Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. uwe Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros stand: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Laut Präsentation verpflichtet es die Länder auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland habe die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März 2027 soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte varianten
Untersucht werden drei Varianten: mehr Einzelanlagen, kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen,sagte Uwe Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein.Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen Aspekt betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Uwe Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Uwe Erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden.Danach entscheide die Stadt, ob sie ein projekt angehe. Die Umsetzung dauere nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen.Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern.Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöse.Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel werde als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei.Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sehe Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Wärmeplan garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen,heiße das nicht,dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde,sagte johann.Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045.Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse ist bis Mitte Dezember geplant. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: mehr Einzelanlagen, kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage.Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein.Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus,sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angehe.Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben,etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht.Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog.Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann.
Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig.Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann.Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein, die Potenzialanalyse bis Mitte Dezember. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: mehr Einzelanlagen,kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein baustein, setzten aber einen Ausbau der stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden.Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große steuerungsgruppe mit 13 bis 15 mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, fachleute und die Bürgerschaft. die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen.Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen,die älter als zehn bis 15 Jahre sind,sieht Jene Einsparpotenzial,etwa durch eine bessere Einstellung der heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche planung. er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können,welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersucht werden drei Varianten:– mehr Einzelanlagen
– kleine Quartiersnetze
– größere Netzbereiche
Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:– die Stadtratsfraktionen
– die Energieversorger energis und SWF
– das Gewerbe
– Fachleute
– die Bürgerschaft
Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten.Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gibt es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei.Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist david Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung seien unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist laut Jung gesetzlich verpflichtet, bis mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung.Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. zwischenstände will die Stadt auf ihrer internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
– mehr Einzelanlagen – kleine Quartiersnetze – größere Netzbereiche Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung.In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage.Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Eine Kostenrechnung zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen.Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauere nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht.Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen,die Energieversorger energis und SWF,das Gewerbe,Fachleute und die Bürgerschaft.Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst.Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 prozent der Anlagen,die älter als zehn bis 15 Jahre sind,sehe Jene Einsparpotenzial,etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist david Johann.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach Johanns Darstellung nicht.Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein, die Potenzialanalyse bis mitte Dezember. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
es werden drei Varianten untersucht: mehr Einzelanlagen, kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. Diese Denkmodelle sind keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort,wo viele Abnehmer auf kurzen strecken versorgt werden können.In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten,in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen,schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus.Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen.Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten netzausbau,hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an,darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen.Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gibt es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Bei einer veranstaltung stellten Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH und sein Kollege thomas de Schutter erste ergebnisse der Wärmeplanung vor. Die Zahl der heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Erhardt noch Daten des Netzbetreibers. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger.Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen.Der Wärmeplan sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Plan garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude.Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. David Johann erläuterte die Grundlagen. Johann ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Laut Präsentation verpflichtet es die Länder auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.Nach Johanns Darstellung enthält das Gesetz keinen Sanierungszwang für die Bevölkerung. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse ist bis Mitte Dezember geplant. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März 2027 soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: mehr Einzelanlagen, kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage.Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten.Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt,ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Die Planung wird von zwei Steuerungsgruppen begleitet. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:Geplante Zusammensetzung
– die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und energieberater Rudolf jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes angaben einen umfangreichen Förderkatalog.Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden,wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter der E‑Mail-Adresse kwp@friedrichsthal.de entgegen.Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung.Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht.Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. auf einer Folie des Büros hieß es: „ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll anfang November fertig sein.Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen.Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: – mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten,in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen,schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus.Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt.Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.kostenbeispiel beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten,die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der gebäude käme günstiger. vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: – die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Bei einer Veranstaltung stellte das Planungsbüro U_WerTh4 GmbH vorläufige Zahlen zur Wärmeplanung vor. Uwe Erhardt und thomas de Schutter präsentierten eine gebäudescharfe Auswertung. Grundlage sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Erhardts Angaben noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt sei gesetzlich verpflichtet,bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Der Plan sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Plan garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht.Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. das Saarland habe die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
– mehr Einzelanlagen – kleine Quartiersnetze – größere Netzbereiche Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen,sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein.Wärmepumpen seien ein Baustein,setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen. eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angehe. Die Umsetzung dauere nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten werde, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: – die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel werde als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sehe Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Aus dem Publikum gab es im Anschluss keine Fragen. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Stadt Friedrichsthal arbeitet an einem gebäudescharfen Wärmeplan. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers.Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen.Grundlage der Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung.Er garantierte weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an.
Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht.Auch Erhardt betonte,funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen netzanschluss. auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“
Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.
Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang november fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden.Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.
Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
- mehr Einzelanlagen,
- kleine Quartiersnetze,
- größere Netzbereiche.
Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein.Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.
Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.
Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.
Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden.Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird,beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.
Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:
- die Stadtratsfraktionen,
- die Energieversorger energis und SWF,
- das Gewerbe,
- Fachleute,
- die Bürgerschaft.
Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer straße.
Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen.Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die wahl der Heizung sei frei.
Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.
Fragen per E-Mail
Fragen aus dem publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann.
Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser ist eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibt mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiert weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der stadt für die Wärmeplanung und das kommunale energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersucht werden drei Varianten:– mehr Einzelanlagen
– kleine Quartiersnetze
– größere Netzbereiche
Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 prozent.Kostenbeispiel beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. danach entscheide die stadt, ob sie ein projekt angeht.Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantwortet der Wärmeplan nicht. dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:– die Stadtratsfraktionen
– die Energieversorger energis und SWF
– das Gewerbe
– Fachleute
– die Bürgerschaft
Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben,etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet,jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Der Wärmeplan sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung.Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den anschluss einzelner Gebäude. jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht.auch Erhardt betonte,funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. die Potenzialanalyse ist bis Mitte Dezember geplant.Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: – mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche.Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt.Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können.In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation.Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: – die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen.Bürger können zudem hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese regel wird als Bio-Treppe bezeichnet.Die Wahl der heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang,keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung,garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann.Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein auftrag an einzelne Hausbesitzer.“gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045.Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen.Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei szenarien erarbeiten. Mitte März 2027 soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
– Mehr Einzelanlagen. – Kleine Quartiersnetze. – Größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können.In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage.Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen ausbau der Stromnetze voraus.Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht.bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als „Bio-Treppe“ bezeichnet.Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gibt es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog.Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung.Die stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersucht werden drei varianten: mehr Einzelanlagen, kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen,sagte erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. danach entscheide die Stadt,ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird,beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.schornsteinfeger rät zu einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei.Für Sanierungsmaßnahmen gibt es nach Jenes angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers.Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Er garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: mehr Einzelanlagen, kleine Quartiersnetze und größere Netzbereiche. laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der gebäude käme günstiger.Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt,ob sie ein Projekt angeht.die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre.Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen.Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen:Vorgesehene Zusammensetzung
– die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben,etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet.Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 jahre sind, sehe Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann.Kein anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. die stadt ist laut jung gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung,garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros stand: „ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Laut Präsentation verpflichtet es die Länder auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen.Bis Ende januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersuchte Varianten
Untersucht werden drei Varianten: – mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. in den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts einschätzung zwischen 20 und 35 prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Erhardt zeigte eine Kostenrechnung am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten,die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation.Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: – die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – Fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach johanns Angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei.Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen,die älter als zehn bis 15 Jahre sind,sehe Jene einsparpotenzial,etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen. Ansprechpartner ist David Johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung.Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, garantiere aber weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte david Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss. Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne hausbesitzer.“Gesetzlicher rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthalte es nach Johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse ist bis Mitte dezember geplant. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten.Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
Untersucht werden drei Varianten: – mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere netzbereiche. Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt. Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können.In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten,in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen,schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann, zeigte Erhardt am Beispiel beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. Eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation.Konkrete Projekte müssten zunächst auf Machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird,beantworte der Wärmeplan nicht. Dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Verwaltungsinterne Gruppe
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister.Große Steuerungsgruppe
Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: die Stadtratsfraktionen, die Energieversorger energis und SWF, das Gewerbe, Fachleute und die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen.Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die Wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes angaben einen umfangreichen Förderkatalog. Auch Eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei.Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E-Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen.Ansprechpartner ist David johann. Die Zahl zu den Heizungen ist vorläufig. Für die Bestandsanalyse fehlen nach Angaben von Uwe Erhardt vom Planungsbüro U_WerTh4 GmbH noch Daten des Netzbetreibers. Neben Öl- und Gasheizungen gebe es relativ wenige Wärmepumpen sowie einige Holz- und Pelletheizungen. Grundlage der gebäudescharfen Auswertung sind unter anderem Daten der Schornsteinfeger. Erhardt stellte die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas de Schutter vor.Kein Anschlusszwang, keine Netzgarantie
Bürgermeister Christian Jung eröffnete die Veranstaltung. Die Stadt ist nach seinen Worten gesetzlich verpflichtet,bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorzulegen.Dieser sei eine strategische und rechtlich unverbindliche Planung. Er beschreibe mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Plan garantiere weder den Bau von Wärmenetzen noch den Anschluss einzelner Gebäude. Jung kündigte weitere Informationsveranstaltungen an. Die Grundlagen erläuterte David Johann. Er ist bei der Stadt für die Wärmeplanung und das kommunale Energiemanagement zuständig. Werde ein Gebiet als mögliches Wärmenetzgebiet ausgewiesen, heiße das nicht, dass dort tatsächlich ein Netz gebaut werde, sagte Johann. Einen Anschlusszwang gebe es nicht. Auch Erhardt betonte, funktionierende Heizungen könnten weiter betrieben werden. Selbst in Prüfgebieten gebe es keine sichere Zusage für einen Netzanschluss.Auf einer Folie des Büros hieß es: „Ein Wärmeplan ist eine Landkarte der Möglichkeiten – kein Auftrag an einzelne Hausbesitzer.“Gesetzlicher Rahmen
Rechtsgrundlage ist das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG). Es verpflichtet die Länder laut Präsentation auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Einen Sanierungszwang für die Bevölkerung enthält es nach johanns Darstellung nicht. Das Saarland hat die Pflicht zur Wärmeplanung mit einem Landesgesetz (WPUG) an die Kommunen weitergegeben und darin auch die Fristen geregelt.Zeitplan bis März 2027
Nach dem Zeitplan des Planungsbüros ist die Eignungsprüfung abgeschlossen. Die Bestandsanalyse soll Anfang November fertig sein. Die Potenzialanalyse soll bis Mitte Dezember vorliegen. Bis Ende Januar 2027 will das Büro drei Szenarien erarbeiten. Mitte März soll der Wärmeplan mit einem Maßnahmenkatalog vorliegen und öffentlich vorgestellt werden. Bürger sollen dann sehen können, welche Möglichkeiten es für ihren Ortsteil und ihre Straße gibt. Zwischenstände will die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.Randgebiete voraussichtlich dezentral
untersucht werden drei Varianten: – mehr Einzelanlagen, – kleine Quartiersnetze, – größere Netzbereiche.Laut Präsentation sind das Denkmodelle und keine bereits getroffene Entscheidung. In den Randgebieten werde es auf dezentrale Lösungen hinauslaufen, sagte Erhardt.Ein Wärmenetz lohne sich dort, wo viele Abnehmer auf kurzen Strecken versorgt werden können. In den bisher vom Büro untersuchten Kommunen komme dafür etwa ein Drittel in Frage. Für Friedrichsthal könnten es nach Erhardts Einschätzung zwischen 20 und 35 Prozent sein. Die Möglichkeiten, in Friedrichsthal Abwärme zu nutzen, schätzte er als gering ein. Wärmepumpen seien ein Baustein, setzten aber einen Ausbau der Stromnetze voraus. Auch diesen betrachte der Wärmeplan.Sanierung bleibt entscheidend
Ohne Sanierung der Gebäude reiche die Wärmeplanung nicht aus, sagte Erhardt. Bleibe die Sanierungsrate bei 0,8 bis 1,0 Prozent im Jahr, sinke der Wärmeverbrauch bis 2045 nur um etwa 16 bis 20 Prozent.Kostenbeispiel Beckingen
Wie eine Kostenrechnung aussehen kann,zeigte Erhardt am Beispiel Beckingen. Eine rein dezentrale Versorgung würde dort nach seinen Berechnungen rund 160 Millionen Euro kosten, die die Hauseigentümer aufbringen müssten. eine zentrale Versorgung für einen Teil der Gebäude käme günstiger. Vergleichbare Zahlen soll es auch für Friedrichsthal geben.Umsetzung dauert Jahre
Ein fertiger Wärmeplan bedeute noch keinen finanzierten Netzausbau, hieß es in der Präsentation. Konkrete Projekte müssten zunächst auf machbarkeit und Kosten geprüft werden. Danach entscheide die Stadt, ob sie ein Projekt angeht. Die Umsetzung dauert nach Erhardts Einschätzung fünf bis acht Jahre. Was die Wärmeversorgung für das einzelne Haus kosten wird, beantworte der Wärmeplan nicht. dafür seien Energieberatung und der Vergleich konkreter Angebote nötig.Zwei Steuerungsgruppen
Begleitet wird die Planung von zwei Steuerungsgruppen. Der verwaltungsinternen Gruppe gehören laut Präsentation fünf Mitglieder an, darunter der Bürgermeister. Eine große Steuerungsgruppe mit 13 bis 15 Mitgliedern soll neben der Verwaltung folgende Vertreter umfassen: – die Stadtratsfraktionen, – die Energieversorger energis und SWF, – das Gewerbe, – fachleute, – die Bürgerschaft. Die genaue Zusammensetzung ist nach Johanns angaben noch offen. Bürger können zudem Hinweise geben, etwa zu geplanten Sanierungen oder anstehenden Leitungsarbeiten in ihrer Straße.Schornsteinfeger rät zu Einzelberatung
Bezirksschornsteinfeger und Energieberater Rudolf Jene riet, jedes Gebäude einzeln zu betrachten. Eine Schablone für ganze Straßenzüge gebe es nicht. Bei ähnlichen Haustypen könnten Erfahrungen von Nachbarn aber Anhaltspunkte liefern. Jene verwies auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablöst. Wer eine neue Öl- oder Gasheizung einbaue, müsse danach ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen. Diese Regel wird als Bio-Treppe bezeichnet. Die wahl der Heizung sei frei. Für Sanierungsmaßnahmen gebe es nach Jenes Angaben einen umfangreichen Förderkatalog.Auch eigenleistungen könnten gefördert werden, wenn ein Energieexperte eingebunden sei. Bei rund 70 Prozent der Anlagen, die älter als zehn bis 15 Jahre sind, sieht Jene Einsparpotenzial, etwa durch eine bessere Einstellung der Heizung.Fragen per E‑Mail
Fragen aus dem Publikum gab es im Anschluss nicht. Die Stadt nimmt Fragen zur Wärmeplanung unter kwp@friedrichsthal.de entgegen.Ansprechpartner ist David Johann.







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