Kein Mordurteil nach tödlichem Tankstellenüberfall in Völklingen

Justicia (Archiv)
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Im Mordprozess in Völklingen wurde der Angeklagte wegen besonders schweren Raubes verurteilt

Urteil im Mordprozess in Völklingen

Ein 19-jähriger Angeklagter ist im mordprozess um einen erschossenen Polizisten in Völklingen wegen besonders schweren Raubes verurteilt worden. Das Landgericht Saarbrücken sprach ihn am Mittwoch von den Mordvorwürfen frei und ordnete seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Entscheidung des Gerichts

Das Gericht folgte nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine „gezielte Hinrichtung“ angenommen und 13 Jahre Jugendstrafe gefordert hatte. Die Unterbringung in einer Psychiatrie hatte die Anklagebehörde ebenfalls gefordert. Die Verteidigung hatte auf ein milderes urteil wegen Totschlags plädiert.

Hintergrund des Falls

Der Vorfall ereignete sich im August,als der 19-Jährige eine Tankstelle in Völklingen überfiel. Polizeibeamte verfolgten ihn anschließend zu Fuß. Nach einem Handgemenge kam es zu einem Schusswechsel, bei dem ein polizeibeamter tödlich verletzt wurde. Der Täter entriss einem Polizisten die Dienstwaffe und gab mehrere Schüsse ab. Auch er wurde im Schusswechsel getroffen, flüchtete jedoch weiter, bevor er festgenommen wurde.


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