Rauch aus Belgien zieht über das Saarland

Derzeit kein Brandereignis im Saarland - Rauchschwaden stammen von zwei Großbränden

Die Rauchschwaden über Friedrichsthal stammen von einem Großbrand in Belgien | Bild: Regio-Journal

Über weiten Teilen des Saarlands hat sich am Samstagnachmittag dichter Rauchgeruch ausgebreitet. Ursache ist nach Angaben der Feuerwehr kein Brand im Saarland, sondern der Rauch ausgedehnter Waldbrände in Belgien und in der nordrhein-westfälischen Eifel. Über die Warn-App NINA wurde für das gesamte Saarland eine Gefahreninformation wegen möglicher Geruchsbelästigung ausgegeben.

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Die Warnmeldung wurde am Samstag um 18.59 Uhr aktualisiert und trägt den Titel „Rauchentwicklung durch Brandereignis in Belgien – Saarland“. Als Warnstufe ist eine Gefahreninformation angegeben, als Gefahrenart eine Geruchsbelästigung. In der Meldung heißt es, aufgrund eines Brandereignisses komme es zu einer größeren Rauchentwicklung mit einer möglichen Geruchsbelästigung. 

Zahlreiche Notrufe aus dem gesamten Land

Bei der Führungs- und Lagezentrale der Polizei in Saarbrücken, die für das gesamte Saarland zuständig ist, gingen fortlaufend Notrufe ein. Besorgte Bürgerinnen und Bürger meldeten sich wegen des Brandgeruchs und des von Norden hereinziehenden Rauchs.

Die Bevölkerung wurde gebeten, Ruhe zu bewahren und die Telefonleitungen der Polizei-Leitstellen und der Feuerwehren nicht zu blockieren.

Es bestehe keinerlei Gefahr. Vermutet wird, dass eine besondere Wetterlage die Rauchschwaden aus den Großbrandgebieten von Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen und aus dem ostbelgischen Naturschutzgebiet „Hohes Venn“ ins nördliche Saarland treibt.

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Mehr als 1650 Hektar Wald in Belgien betroffen

Der Waldbrand im Hohen Venn war am Freitagnachmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen und breitete sich in der Nacht und am Samstag rasch aus. Nach Behördenangaben verwüsteten die Flammen bereits mehr als 1650 Hektar Wald. Das Brandgebiet liegt rund 50 Kilometer vom Waldbrandgebiet in der deutschen Eifel bei Hürtgenwald entfernt.

Die Behörden ordneten die Evakuierung zweier Ortschaften an. Die Bewohner der rund 15 Kilometer von der deutschen Grenze entfernten Gemeinden Sourbrodt und Bütgenbach wurden am Samstag zur Evakuierung aufgerufen. „Es besteht die Gefahr, dass die Flammen die Wohngebäude erreichen, aber wir tun alles, um sie zu schützen“, sagte ein Behördensprecher.

Der belgische Innenminister Bernard Quintin machte sich vor Ort ein Bild der Lage. „Wenn man sieht, wie es heute Morgen aussah und wie es jetzt aussieht, kann man nur schockiert sein“, sagte er. Im Brandgebiet stand eine große Fläche verkohlter Vegetation, dichter Rauch hing in der Luft. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um einen der größten Waldbrände in der Geschichte Belgiens.

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