MentoS: Neues Modell stärkt Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen

Die Arbeitskammer des Saarlandes informiert

<h3>Neues Mentoring-Modell zur Weiterbildung in saarländischen KMU</h3> Das Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) und die Arbeitskammer des Saarlandes starten das Vorhaben MentoS zur Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Hintergrund ist die geringe Weiterbildungsbeteiligung in vielen dieser Betriebe. <h3>Ansatz über betriebliche Mentorinnen und Mentoren</h3> Im Rahmen von MentoS sollen Beschäftigte als Mentorinnen und Mentoren qualifiziert werden. Sie werden für kollegiale Ansprache und Beratung in Fragen der Weiterbildung eingesetzt. <h3>Förderung durch Bundesmittel</h3> Das Vorhaben MentoS wird mit rund 800.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert

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Neues Mentorenmodell zur Stärkung der Weiterbildung in saarländischen KMU

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Saarland verzeichnen trotz Fachkräftemangel und steigender Qualifizierungsanforderungen eine geringe Beteiligung an Weiterbildung. Vor diesem Hintergrund starten das Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) und die Arbeitskammer des Saarlandes das Vorhaben MentoS. Ziel ist die Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung in KMU. Das Projekt wird mit rund 800.000 Euro aus Mitteln des bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

Ansatz: Beschäftigte als Weiterbildungsmentorinnen und -mentoren

niedrigschwellige Unterstützung in den Betrieben

MentoS setzt auf einen niedrigschwelligen und sozialpartnerschaftlichen Ansatz. Statt auf externe beratung zu setzen, qualifiziert das Projekt Beschäftigte in den Unternehmen zu Weiterbildungsmentorinnen und -mentoren. Diese sollen ihre Kolleginnen und Kollegen bei allen Fragen rund um Weiterbildung unterstützen.

Die Mentorinnen und Mentoren helfen unter anderem bei der Identifikation von Qualifizierungsbedarfen, der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten und der Beantragung von Fördermitteln. Durch die kollegiale und vertrauensvolle Ansprache sollen Hemmschwellen reduziert und der Zugang zu Weiterbildung erleichtert werden. Auf diese Weise soll eine nachhaltige Lernkultur in den Betrieben gefördert werden.

Besondere Bedeutung für Gastronomie, Handel und Handwerk

Nach Angaben der Projektbeteiligten ist die Weiterbildungsbeteiligung insbesondere in Branchen wie Gastronomie, Handel und Handwerk häufig gering. Gleichzeitig stehen viele KMU im Saarland angesichts von Fachkräftemangel, digitaler Transformation und steigenden Qualifizierungsanforderungen vor großen Herausforderungen. Weiterbildung wird daher als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit dieser Unternehmen betrachtet.

Projektstruktur und Netzwerk im Saarland

Rollen von Arbeitskammer und iso-Institut

Die Arbeitskammer des Saarlandes übernimmt im Projekt MentoS die Koordination sowie die Qualifizierung der Mentorinnen und mentoren. Das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. verantwortet die wissenschaftliche Begleitung, die Bedarfserhebung und die Evaluation des Vorhabens.

Gemeinsam entwickeln beide Partner branchenspezifische Schulungskonzepte. Ergänzend entsteht eine begleitende Online-Plattform, die die Qualifizierung und die Weiterbildungsaktivitäten in den Betrieben unterstützen soll.

Einbindung regionaler Partner und langfristige Perspektive

Ein breites regionales Netzwerk unterstützt das Vorhaben MentoS und soll dazu beitragen, KMU im Saarland wirksam zu erreichen. Zu den Partnern gehören die Handwerkskammer des Saarlandes, die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, die Agentur für Arbeit sowie weitere bildungsträger und Unternehmen.

Zur langfristigen Stärkung der Weiterbildungskultur im Saarland ist vorgesehen, MentoS nach Abschluss der Projektphase in das saarlandweite Netzwerk des Weiterbildungsverbundes (WBV) zu integrieren.

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