Der Forumsplatz Physik/Chemie an der Universität des Saarlandes wird künstlerisch neu gestaltet. Eine Jury hat den Entwurf „in between“ der Saarbrücker Künstlerin Frauke Eckhardt zur Umsetzung ausgewählt. Für die Maßnahme stehen 120.000 Euro zur Verfügung.
Nach Angaben der Mitteilung setzt die Arbeit einen Kontrast zur geradlinigen Architektur. Sie verbindet den künstlerischen Eingriff mit Raum zum Sitzen, Verweilen und Austauschen.
Jury: Zusammenspiel von Gestaltung und Umgebung überzeugt
Die Jury bestand aus Mitgliedern des Beirats für Kunst im öffentlichen Raum des Saarlandes sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der Universität. Sie überzeugte nach eigenen Angaben insbesondere das Zusammenspiel von Gestaltung und Umgebung.
„in between“ arbeitet mit unterschiedlichen Formen, Perspektiven und Rhythmen. Farb- und Materialwahl nehmen Bezug auf die Klinkerfassade der Bereichsbibliothek Physik/Chemie. Holzbänke bieten zusätzliche Möglichkeiten zum Verweilen.
In ihrer Begründung schreibt die Jury
„Mit ihrem überzeugenden Wettbewerbsentwurf ‚in between‘ beschreibt die Künstlerin Frauke Eckhardt einen Zustand zwischen Form und Auflösung, zwischen Nähe und Distanz. Ihre Arbeit folgt der Anordnung einer lebendigen Linie, die eine Blickachse zwischen der bestehenden Großplastik von Richard Serra und dem zu bespielenden Platz öffnet. ‚in between‘ markiert ein Zentrum für einen ansonsten nüchternen Ort. Mit unterschiedlichen Rhythmen, in denen sie ihre Formen anordnet, setzt sie der Nüchternheit auf minimalistische Weise eine erfrischende Lebendigkeit entgegen. Innerhalb der Formen entsteht mit ‚in between‘ ein geräumiger Ort der Kommunikation. Bei den gewählten Materialien setzt die Künstlerin auf Beständigkeit und Nachhaltigkeit der von ihr verwendeten Werkstoffe. Die natürliche Wärme des für die Bänke gewählten Materials Holz wirkt auch in der streng sachlichen Umgebung des Forumsplatzes einladend und behaglich.“
Umsetzung läuft
Die Auslobung erfolgte im Rahmen eines Einladungswettbewerbs. Mit der Entscheidung geht die Maßnahme in die Umsetzungsphase. Eckhardt arbeitet derzeit gemeinsam mit einem metallverarbeitenden Betrieb an der Fertigung der einzelnen Elemente. Danach kann die Installation auf dem Forumsplatz erfolgen.
Bis dahin bereitet die Universität den Platz vor. Sie versieht den Boden mit einer auf das Kunstwerk abgestimmten Farbe.
Stimmen aus der Landesregierung
Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot sagte:
„Kunst im öffentlichen Raum begegnet uns mitten im Alltag. Sie lädt uns ein, genauer hinzusehen, gewohnte Perspektiven zu hinterfragen und miteinander ins Gespräch zu kommen. An der Universität des Saarlandes gibt es dazu bereits eine lange Tradition. Mit ‚in between‘ wird diese Tradition sichtbar fortgeführt. Frauke Eckhardt greift mit ‚in between‘ die Architektur des Campus auf und setzt ihr eine eigene künstlerische Sprache entgegen. So verleiht sie dem Forumsplatz einen neuen Charakter und schafft es, aus einer bislang eher nüchternen Fläche einen Ort zu machen, an dem Menschen gerne zusammenkommen, verweilen und sich begegnen.“
Innenminister Reinhold Jost sagte
„Die Landesregierung hat in den letzten Jahren stark am Campus der Universität investiert. Allein in diesem Jahr werden drei Große Baumaßnahmen mit einem Volumen von zusammen über 100 Mio. Euro fertiggestellt und an die Universität übergeben. Aber moderner Hochschulbau erschafft mehr als nur funktionale Gebäude – sie gestaltet Lebensräume. Mit der neuen künstlerischen Gestaltung des Forumsplatzes Physik/Chemie verwandeln wir eine bislang weitgehend ungenutzte Fläche in einen lebendigen Treffpunkt. Hier verbindet sich Kunst mit praktischer Aufenthaltsqualität. Durch neue, einladende Sitzgelegenheiten und Raumbildungen schaffen wir einen Ort zum Verweilen, zum Austausch und für kreative Pausen. So werten wir nicht nur das architektonische Bild der Universität auf, sondern stärken nachhaltig das Campusleben und das Miteinander unserer Studierenden und Lehrenden.“







Schreibe einen Kommentar