Kritik am neuen Tariftreuegesetz
das neue Tariftreuegesetz von bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) stößt auf Kritik in der mittelständischen Wirtschaft. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der stiftung Familienunternehmen und Politik, äußerte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass das Gesetz nicht zu mehr Tarifbindung führen werde, jedoch den Aufwand für Unternehmen bei staatlichen aufträgen erhöhe.
Verwaltungsaufwand und Bürokratie
Kirchdörfer warnte,dass viele Unternehmen sich bereits jetzt nicht mehr an öffentlichen Ausschreibungen beteiligten,da der Verwaltungsaufwand zu groß sei. Er kritisierte, dass die schwarz-rote Koalition den Ernst der Lage nicht erkannt habe und statt Bürokratie abzubauen, neue administrative Hürden schaffe.
Stimmen aus der Industrie
Oliver Zander,Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall,äußerte sich ähnlich. Er bezeichnete das Gesetz als verfassungsrechtlich fragwürdig und kritisierte, dass es die Versprechen zum Bürokratieabbau widerlege. Zander betonte, dass die Deindustrialisierung im vollen Gange sei, da die Standortbedingungen in Deutschland schlecht seien und Bürokratie eine der vier großen Standortplagen darstelle. Er bezeichnete das Gesetz als „organisierte Verantwortungslosigkeit“ der Koalition.











