Schnitzer widerspricht Regierung bei Commerzbank

Monika Schnitzer (Archiv)

<h3>Monika Schnitzer zur möglichen Commerzbank-Übernahme</h3> Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, äußert sich zur möglichen Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit. Sie stellt sich gegen die Position der Bundesregierung. <h4>Ökonomische Argumente für grenzüberschreitende Konsolidierungen</h4> "Es spricht ökonomisch viel dafür, grenzüberschreitende Konsolidierungen ernsthaft zu prüfen, statt sie reflexhaft politisch abzuwehren", sagte Schnitzer der FAZ. Sie betont, dass der europäische Finanzmarkt nach wie vor zu wenig integriert sei. Deutsche Banken seien weniger produktiv und wettbewerbsfähig als internationale Konkurrenten. <h4>Rolle des Sachverständigenrats</h4> Der Sachverständigenrat gilt als das wichtigste wirtschaftspolitische Beratergremium der Bundesregierung

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monika Schnitzer zur Commerzbank-Übernahme

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, äußert sich zur möglichen Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit und widerspricht der Position der Bundesregierung.

Ökonomische Argumente für Konsolidierungen

Schnitzer betont, dass es ökonomisch sinnvoll sei, grenzüberschreitende Konsolidierungen ernsthaft zu prüfen, anstatt sie politisch abzuwehren. Der europäische Finanzmarkt sei noch zu wenig integriert, und deutsche Banken seien weniger produktiv und wettbewerbsfähig als internationale Konkurrenten.

position der Bundesregierung

Der Sachverständigenrat gilt als wichtigstes wirtschaftspolitisches Beratergremium der Bundesregierung. Schnitzer widerspricht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), der die Eigenständigkeit der Commerzbank betont hatte. Klingbeil kritisierte die Vorgehensweise von Unicredit und lehnte eine Übernahme ab.

Vorteile von Bankenfusionen

Schnitzer argumentiert, dass große Bankenfusionen heute positiver zu beurteilen seien als vor der Finanzkrise. Lokale Standortfragen seien gesamtwirtschaftlich nachrangig. Der Fokus sollte auf der Erhöhung der Produktivität und Effizienz des Bankensektors liegen. Eine europäische Bankenfusion könne politökonomische Vorteile bieten,indem sie die Verbindung zwischen nationaler Politik und Banken lockere und den staatlichen Rettungsreflex schwäche. Eine nüchterne Bewertung solle sich an der Frage orientieren,ob ein stärkerer europäischer Bankenmarkt entsteht.

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