Siemens Energy zieht sich aus Paks II-Projekt zurück
Der deutsche Energiekonzern Siemens Energy ist nicht mehr als Technik-Lieferant am Bau des ungarischen Atomkraftwerks Paks II beteiligt. der russische Atomkonzern Rosatom, Generalunternehmer des Projekts, hat den Vertrag beendet. Beide Unternehmen bestätigten dies dem Nachrichtenmagazin Politico.
Vertragskündigung durch rosatom
Laut Rosatom wurde der Vertrag mit Siemens Energy Ende 2025 gekündigt, da das Unternehmen seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. Rosatom betonte,nur mit zuverlässigen Partnern zusammenzuarbeiten. Welche Verpflichtungen konkret gemeint sind, blieb unbeantwortet.
Ursprüngliche Vereinbarungen
Siemens Energy sollte die Steuerungselektronik für zwei neue Reaktorblöcke von Paks II liefern. Die Verträge wurden 2019 und 2020 gemeinsam mit dem französischen Atomkonzern Framatome geschlossen.
Stellungnahme von Siemens Energy
Ein Sprecher von Siemens Energy erklärte, die Kündigung sei vom Kunden ausgegangen. Zum Zeitpunkt der Kündigung lagen keine sanktionsrechtlichen Hindernisse vor. Siemens Energy habe seine vertraglichen pflichten im Einklang mit gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Der Kunde habe jedoch sein Interesse zurückgezogen.
Suche nach neuen Lieferanten
Rosatom sucht bereits nach einem neuen Lieferanten. Die Beteiligung von Siemens Energy beschränkte sich auf weniger als vier Prozent des gesamten Ausrüstungsumfangs. Diese Ausrüstung könne durch russische oder europäische Alternativen ersetzt werden. Welche Unternehmen infrage kommen, ließ Rosatom offen.











