Die Produktion von Benzin und Diesel in Deutschland ist zuletzt gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte.
Produktion
Benzin
Im 1.Halbjahr 2026 haben die Raffinerien in Deutschland 11,0 Millionen Tonnen Motorenbenzin (einschließlich Flugbenzin) hergestellt. Das waren 1,8 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2025 mit 10,8 Millionen Tonnen. Der Wert des produzierten Benzins lag bei 3,4 Milliarden Euro und stieg um 16,7 Prozent gegenüber 2,9 milliarden Euro im 1. halbjahr 2025.
Diesel
Im 1. Halbjahr 2026 wurden 15,8 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff für Straßen- und Schienenfahrzeuge produziert. Ein Jahr zuvor waren es 14,4 Millionen Tonnen. Die Produktionsmenge stieg damit um 9,4 Prozent. Der Wert der Produktion erhöhte sich um 42,4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber 4,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Importe und exporte
Importe
Im 1. Halbjahr 2026 wurden 525.000 Tonnen Motorenbenzin (ohne Flugbenzin) nach Deutschland importiert. Das waren 23,0 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2025 mit 682.000 Tonnen. Der Wert der eingeführten Benzine sank leicht auf 479 Millionen Euro (-2,5 Prozent).
von Dieselkraftstoff (Gasöl) wurden 858.000 Tonnen eingeführt. Das waren 23,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum mit 1,12 Millionen Tonnen. Der Wert der eingeführten Diesel stieg um 5,8 Prozent auf 845 Millionen Euro.
Exporte
Deutschland exportierte im 1. halbjahr 2026 mehr Kraftstoff als es importierte.Von Motorenbenzin (ohne Flugbenzin) wurden 1,66 Millionen tonnen ausgeführt. Das waren 3,5 Prozent weniger als im Vorjahreshalbjahr mit 1,72 Millionen Tonnen.
Von Dieselkraftstoff (Gasöl) wurden 2,06 Millionen Tonnen ausgeführt. Das waren 18,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 1,74 Millionen Tonnen.
Herkunftsländer
Wichtigstes Herkunftsland des nach Deutschland importierten Benzins waren die Niederlande mit 52,1 Prozent oder 274.000 Tonnen im 1. Halbjahr 2026. Weitere 26,1 Prozent beziehungsweise 137.000 Tonnen kamen aus Tschechien und 11,9 Prozent beziehungsweise 63.000 Tonnen aus Österreich.
Der größte Teil des eingeführten diesels kam aus Belgien mit 55,1 Prozent oder 473.000 Tonnen, gefolgt von den Niederlanden mit 39,7 Prozent oder 340.000 Tonnen.
Verbrauch und Steuereinnahmen
Im Jahr 2025 wurden 23,7 Milliarden Liter Benzin in Höhe von 15,5 milliarden Euro versteuert. Der Steuerbetrag stieg damit um 1,5 Prozent gegenüber 2024.
Für Diesel (Gasöl) sank der Steuerbetrag um 1,8 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Dafür wurden 37,9 Milliarden Liter Diesel versteuert.
Langfristige Entwicklung und Vergleich
langfristig ging der Verbrauch von benzin zurück. Von 2010 bis 2025 nahm der benzinverbrauch um 3,4 Milliarden Liter ab. Die Einnahmen aus der Energiesteuer auf Benzin sanken im selben Zeitraum um 12,6 Prozent. 2010 lagen sie noch bei 17,7 Milliarden Euro.
Der Dieselverbrauch ging seit 2010 lediglich um 0,4 Milliarden Liter zurück. Die Einnahmen aus der Besteuerung von Diesel sanken um 1,1 Prozent von 18,0 milliarden Euro im Jahr 2010 auf 17,8 Milliarden Euro im Jahr 2025.Kraftstoffe zählen damit zu den ertragreichsten verbrauchsteuerpflichtigen Waren. Zum Vergleich: Die besteuerung von Zigaretten ergab im letzten Jahr 13,2 Milliarden Euro,die Besteuerung von Schaumwein 0,3 Milliarden Euro,so Destatis.


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