Notenbanker zeigen sich besorgt über Unabhängigkeit von US-Fed

Federal Reserve (Archiv)

Die Notenbankchefs Joachim Nagel und Martin Kocher warnen vor Risiken durch den drohenden Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank. "Die Attacken der US-Regierung auf die Notenbank sind wirklich besorgniserregend", sagte Nagel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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Warnung vor Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank

Die Notenbankchefs von Deutschland und Österreich, Joachim Nagel und Martin Kocher, sehen im drohenden Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhebliche Risiken.“Die attacken der US-Regierung auf die Notenbank sind wirklich besorgniserregend“, sagte Nagel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er betonte, dass die Unabhängigkeit der Fed durch politische Einflüsse gefährdet sei und lobte Fed-Chef Jerome Powell als „hervorragenden Notenbanker“.

Vergleich mit den 1970er Jahren

Kocher warnte, dass ein Verlust der Unabhängigkeit der US-notenbank ähnlich katastrophale Folgen haben könnte wie nach dem Ölpreisschock in den 1970er Jahren. Damals hatten die USA über zehn Jahre Inflationsraten von mehr als fünf Prozent, da politischer Einfluss auf die Geldpolitik eine starke Reaktion verhinderte.

Leitzinsen im Euroraum

Im Euroraum sehen beide Notenbankchefs die leitzinsen derzeit auf einem angemessenen Niveau. Nagel stimmte der Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Philip lane zu, der keine guten Argumente für eine Zinsänderung sieht. Kocher ergänzte, dass er „ein bisschen Ruhe“ für sinnvoll halte.

Goldvorräte der Bundesbank

Forderungen aus Deutschland, die Bundesbank solle ihre Goldvorräte aus den USA abziehen, wies Nagel zurück. Er zweifle nicht daran, dass das Gold bei der Fed in New york sicher aufbewahrt sei und betonte den besonderen Schutz der Währungsreserven.

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