Ministerin will gegen Indexmieten, Möblierungen und Wucher vorgehen

`Gegen Miete`-Graffiti an einer Hauswand in Berlin-Neukölln (Archiv)
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Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) plant strengere Regeln für Indexmieten, möblierte Wohnungen und Maßnahmen gegen Mietwucher

Bundesbauministerin fordert strengere‍ Regulierung ⁤von Indexmieten​ und möblierten Wohnungen

Bundesbauministerin verena ​Hubertz (SPD) hat sich für ⁢eine⁤ stärkere‌ Regulierung von Indexmieten⁢ und möblierten Wohnungen ausgesprochen. Zudem kündigte sie​ an, verstärkt gegen Mietwucher vorgehen zu ⁣wollen.

Maßnahmen gegen Mietwucher ⁣und hohe​ Wohnkosten

„Justizministerin Stefanie Hubig hat die Mietpreisbremse für‍ vier Jahre verlängert.​ Aber das reicht ​noch nicht. Wir müssen auch gegen Mietwucher vorgehen“, sagte Hubertz den Zeitungen der ⁣Funke-Mediengruppe. Sie ⁢betonte, dass es neben mehr Wohnungsbau auch ‍„gerechte Spielregeln“ brauche.Viele ‌Menschen⁣ seien angesichts der ⁢hohen Wohnkosten‌ besorgt.

Regulierung von möblierten Wohnungen

Hubertz sprach sich für eine ‍schärfere Regulierung bei der ​Vermietung von möblierten Wohnungen aus.Sie kritisierte, dass in Metropolen häufig durch das Aufstellen einfacher Möbelstücke sehr hohe Quadratmeterpreise verlangt würden. „Wenn jemand eine​ alte Couch in die ecke stellt und dann statt acht Euro pro Quadratmeter 35 Euro pro ⁢Quadratmeter verlangt,hat das nichts mehr mit angemessenen Zuschlägen ⁣zu tun“,sagte Hubertz.‌ Es⁣ müsse im⁢ Mietvertrag klar ersichtlich sein, welche Kosten auf die Kaltmiete und welche‌ auf die Möblierung entfallen. ‌Erst mit dieser Transparenz könnten weitere Regelungen diskutiert werden.

Indexmieten ‌im Fokus

Auch gegen Indexmieten will ⁣die bundesbauministerin vorgehen. „Indexmieten⁤ sind‍ ein Problem“, erklärte Hubertz. ⁣Sie verwies auf eine vom Bundesjustizministerium eingesetzte Expertenkommission, die ⁤Vorschläge für eine Regulierung erarbeiten soll.

Reform der ⁤Förderprogramme für Neubau und Sanierung

Hubertz kündigte an, die‍ Förderprogramme für ‍den ⁢Neubau und die Sanierung von Gebäuden zu vereinfachen. „Wir haben viele‍ Förderprogramme: KNN,KFN,WEF,Jung kauft Alt – da blicken die ​Leute‌ nicht ⁢mehr durch“,sagte sie. Künftig solle es jeweils ein Programm für ⁢den⁣ Neubau ‌und eines für Sanierungen geben. Besonders Familien ‌sollen dabei berücksichtigt werden. Auf die Frage, ob das Baukindergeld​ künftig wieder als Zuschuss ​statt als zinsverbilligter Kredit gewährt werden könnte, sagte Hubertz: „Wir haben keine Schranken im Kopf. Es werden viele Szenarien durchgerechnet, welche Maßnahmen⁢ helfen könnten.“

Entwicklung des Förderprogramms „Jung ⁢kauft Alt“

Nach Angaben von⁣ Hubertz hat sich die Nachfrage nach dem Förderprogramm „Jung kauft alt“ seit den jüngsten Verbesserungen der konditionen verdoppelt.Kritiker bemängeln jedoch die bestehenden Einkommensgrenzen. Hubertz ​stellte ⁤in Aussicht, ⁢dass ‍diese Grenzen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden ⁢könnten. „Einkommensgrenzen sind‌ auch kein ‍Tabu. Wir evaluieren⁣ die Grenzen stetig und so ⁣auch in⁢ unseren Haushaltsberatungen.“⁤ Regional unterschiedliche Einkommensgrenzen hält sie allerdings ⁢für ⁣rechtlich nicht umsetzbar.

Neubauförderung⁣ für EH-55-Standard

Mit Blick auf die reaktivierte Neubauförderung für den EH-55-Standard schließt hubertz eine dauerhafte Fortführung abseits des ‌Bauüberhangs⁣ aus. „Dauerhaft‌ geht es leider nicht, denn​ laut der Bundeshaushaltsordnung dürfen wir nicht den gesetzlichen Standard‍ fördern. Und das ist EH55″, erklärte sie.


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