IW Köln regt „Ausgleichszölle“ gegen China an

Markt in Peking (Archiv)

Das IW Köln empfiehlt der Bundesregierung die Einführung von Ausgleichszöllen gegen die Dominanz der chinesischen Wirtschaft. "Wir brauchen Zölle als Ausgleich für unfairen Wettbewerb, den China mit großer Skrupellosigkeit praktiziert", sagte IW-Handelsökonom Jürgen Matthes dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland

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IW Köln fordert Ausgleichszölle gegen China

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln empfiehlt der Bundesregierung die Einführung von ausgleichszöllen, um der zunehmenden Dominanz der chinesischen Wirtschaft entgegenzuwirken. IW-Handelsökonom Jürgen Matthes erklärte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass Zölle als Ausgleich für den unfairen Wettbewerb notwendig seien, den China praktiziere.

Keine Strafzölle

Matthes betonte,dass es sich nicht um Strafzölle handeln müsse.Zölle seien nicht zwangsläufig protektionistisch, auch wenn dies in Deutschland oft so wahrgenommen werde. Er leitet beim IW das Cluster für internationale wirtschaftspolitik.

Verfahren und Notwendigkeit

Laut Matthes sei die Erhebung von Zöllen kein großes Problem, da es etablierte Verfahren gebe. Wichtig sei, den Anteil des unfairen Wettbewerbs durch Subventionen und Währungsunterbewertung in verschiedenen Sektoren zu ermitteln. Ausgleichszölle sollten nur dort erhoben werden, wo es eine nennenswerte eigene Produktion gebe, die ohne Subventionen zukunftsfähig sei, wie im Maschinenbau. Matthes betonte die Dringlichkeit der Einführung dieser Zölle.

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