IW hält Anstieg der Inflationsrate auf 4,6 Prozent für möglich

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Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) erwartet bis Jahresende einen deutlichen Anstieg der Inflation in Deutschland

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prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Inflation in Deutschland bis zum Jahresende. Laut einer Analyze, über die die Funke-Mediengruppe berichtet, könnte die Teuerungsrate bis Dezember auf 4,6 Prozent steigen. Für das gesamtjahr 2026 wird eine durchschnittliche Inflationsrate von 3,5 Prozent erwartet.

Ursachen des Inflationsanstiegs

Als Hauptgrund für den prognostizierten anstieg nennt das IW den anhaltenden Konflikt im Persischen Golf nach dem Angriff der USA auf den Iran. Die Öl- und Gaspreise sind ähnlich stark gestiegen wie nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor vier Jahren. Im Jahr 2022 erreichte die Teuerungsrate über zehn Prozent und lag im Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent.

Vergleich zur Energiekrise 2022

Die Simulation des IW basiert auf preiszyklen der letzten Energiekrise nach dem russischen Angriffskrieg. Die damalige Bundesregierung hatte Maßnahmen wie einen Tankrabatt eingeführt, um Preissteigerungen zu bremsen. Das IW sieht jedoch Unterschiede zur aktuellen Lage, da damals bereits eine erhöhte Inflation durch die Coronakrise vorausgegangen war.

Reaktionen der Europäischen Zentralbank

Das IW hält Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) für möglich. 2022 hatte die EZB die Zinsen erhöht, um der inflation entgegenzuwirken.Markus Demary,Geldpolitik-Experte des IW,äußerte sich besorgt über die aktuelle Situation. Die EZB stehe vor einem Zielkonflikt zwischen inflationsbekämpfung und wirtschaftswachstum.

Maßnahmen der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat mehrere Maßnahmen beschlossen, darunter einen temporären Tankrabatt ab dem 1. Mai. Steuern auf Diesel und Benzin sollen für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter sinken. Unternehmen können eine steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro an Beschäftigte zahlen.

Kritik und Vorschläge

IW-experte Demary hält die Maßnahmen nicht in allen Fällen für ausreichend, insbesondere für einkommensarme Haushalte. Er schlägt vor, diese Haushalte durch eine höhere Pendlerpauschale zu entlasten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte eine höhere Pendlerpauschale erwogen, stieß jedoch auf Kritik aus den eigenen Reihen.

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