Index: KI setzt Bürojobs unter Druck

Büros (Archiv)

Der Arbeitsmarkt verändert sich durch die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz zulasten klassischer Büroberufe. Handwerkliche Tätigkeiten bleiben stabil gefragt, wie eine Auswertung des Stellenmarktforschers Index zeigt, berichtet die "Welt am Sonntag

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Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch Künstliche Intelligenz

Der Arbeitsmarkt erlebt durch die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) eine Verschiebung zulasten klassischer Büroberufe. Handwerkliche Tätigkeiten bleiben hingegen stabil gefragt. Dies zeigt eine Auswertung des Stellenmarktforschers Index,über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Rückgang bei Büro- und Verwaltungsberufen

Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen in Büro- und Verwaltungsberufen ist zuletzt deutlich gesunken. Im Sekretariat und Office Management betrug der Rückgang 22 Prozent,im Personalwesen 19 Prozent. Im Bau, Handwerk und im Bereich Umwelt fiel der Rückgang mit 14 Prozent geringer aus.

Entwicklung in Industrieunternehmen

Bei Industrieunternehmen zeigt sich der Trend noch deutlicher.2025 sank die Zahl offener stellen für Geschäftsführer um 30 Prozent und für akademische Fachkräfte um 22 Prozent. Bei Fachkräften mit Berufsausbildung betrug das Minus nur acht Prozent.

Analyze und Auswirkungen

Die Daten basieren auf einer Analyse von 197 Printmedien, 321 Onlinebörsen, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie rund 969.000 Firmenwebsites.Berufe mit hohem Anteil an Routinetätigkeiten geraten stärker unter Druck. Neben Konjunktureffekten spielt auch der Einsatz generativer KI eine Rolle.

Stimmen aus der Forschung und dem Handwerk

Enzo Weber,Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB),betont,dass auch Akademiker nicht mehr immun sind. Die Lage sei grundsätzlich angespannt, da es in der aktuellen Konjunkturkrise insgesamt wenig neue Jobs gebe.

vertreter des Handwerks sehen in der Entwicklung eine Chance. Jörg Dittrich, Präsident des zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), erklärt, dass die Nachfrage nach handwerklichem Können, Erfahrung und Verantwortung wachse, während KI standardisierte Tätigkeiten übernehme.Friedrich Hubert esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), ergänzt, dass viele junge Menschen ihre beruflichen Optionen neu prüften und die Stabilität handwerklicher Tätigkeiten entdeckten.

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