Ifo-Institut: Iran-Krieg belastet Geschäftsklima der Reisebranche

Reisende an einem Gepäckband (Archiv)

Das Geschäftsklima bei Reisebüros und Reiseveranstaltern hat sich im April weiter verschlechtert

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Verschlechterung‍ des Geschäftsklimas ⁣in der Reisebranche

Das Geschäftsklima bei ‍Reisebüros und Reiseveranstaltern hat‍ sich im April weiter verschlechtert. Der Branchenindikator des ifo-Instituts fiel ‍auf minus 43,5 Punkte, nach saisonbereinigten ​minus 41,8 Punkten im März, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle ⁣Lage deutlich schlechter als im ⁢März, die Geschäftserwartungen verbesserten⁢ sich hingegen etwas.

Auswirkungen des ⁣Iran-Konflikts

„Der Iran-Konflikt hat die Reisebranche besonders‌ im März stark belastet“,‍ sagte Ifo-Branchenexperte Patrick Höppner. ein positives Signal⁢ seien die Ende April aufgehobenen Reisewarnungen für wichtige Flugreise-Transitländer im Nahen Osten.

Nachfrage und Buchungserwartungen

Mehr ⁤als die Hälfte der befragten Reisebüros und Reiseveranstalter​ beurteilten⁣ die Nachfrage im April als⁢ schwach. „Wenn ‍Reisende die weitere ​Entwicklung im Iran-Konflikt abwarten, kann das die ‌Buchungen insbesondere für das ​Ende der Sommersaison 2026 und die Wintersaison 2026/27 beeinträchtigen“,⁣ sagte Höppner. Auch ‌Diskussionen⁤ über mögliche Engpässe bei Flugkerosin könnten für Verunsicherung bei⁤ Reisenden sorgen.

Steigende Preise und Treibstoffkosten

Der Anteil‍ der‌ Reiseunternehmen, die ​von steigenden Preisen ausgehen, hat‍ sich im April ‍erneut erhöht. Die Treibstoffkosten für Flugkerosin⁤ sind weiterhin sehr viel‍ höher als vor der Eskalation des⁤ Konflikts Ende Februar. Flüge für⁢ Urlaubsreisen könnten ‍sich ‍daher im weiteren Jahresverlauf⁢ verteuern.

Kraftstoffpreise in Europa

Auch für Reisen mit dem Auto in der Pfingst- und Sommerreisezeit innerhalb Europas ​wird das⁣ Tanken voraussichtlich teurer als im ​Vorjahr.‍ Anfang Mai 2026 ⁤waren die Tankstellenabgabepreise für Super E5 (Diesel) in​ Österreich etwa ​20 prozent höher als Anfang ​Mai 2025 (34 Prozent). Die ​entsprechenden Werte‌ liegen für Italien‍ bei etwa fünf ⁤Prozent (29 ​Prozent), für Frankreich bei etwa⁣ 21 Prozent (39⁤ Prozent) und für​ Kroatien bei etwa 18 Prozent (32 Prozent).⁢ Dies geht aus Daten ⁣des Weekly Oil ‍Bulletin ⁢der Europäischen ​Kommission hervor.

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