Ifo: Auftragslage der Unternehmen entspannt sich nur geringfügig

Autoproduktion (Archiv)

Die Auftragslage in Deutschland bleibt angespannt. Laut Ifo-Institut erhält etwa ein Drittel der Unternehmen zu wenig Aufträge

Toyota Scheidt

Angespannte ‍Auftragslage in Deutschland

Die Auftragslage von unternehmen in Deutschland ⁢bleibt angespannt. Laut Ifo-Institut erhält etwa​ ein​ Drittel der Unternehmen⁢ zu wenig aufträge. Der⁤ Anteil sank leicht ⁤von 36,9 prozent im Oktober auf 36,3 Prozent im Januar,⁣ liegt jedoch weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt. Klaus ⁤Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, betont, dass die leichte Entspannung nicht darüber⁢ hinwegtäuschen dürfe, dass viele Unternehmen⁢ nach wie vor zu ⁤wenig Aufträge haben. Die schwache nachfrage⁢ belaste breite Teile der Wirtschaft‌ und werde durch ‌hohe Kosten sowie eine nachlassende Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich ​verstärkt.

Industrie und Maschinenbau

In der Industrie blieb der Anteil⁤ der Unternehmen mit fehlenden Aufträgen nahezu ‍unverändert bei 35,9 Prozent.Besonders angespannt​ ist die Lage im Maschinenbau, ‍wo der Anteil von 41,4 auf 43,9 Prozent stieg. Auch bei⁢ den Herstellern von elektronischen und optischen Erzeugnissen nahm der Auftragsmangel zu, der Anteil erhöhte sich von 40,7 auf 46,8 Prozent. In der Automobilindustrie berichtete ⁣rund ein ⁣Viertel der Unternehmen von⁢ entsprechenden Problemen. Bei den⁤ Getränkeherstellern entspannte sich die Lage, ​der Anteil der Unternehmen mit Auftragsmangel halbierte⁤ sich auf 13,6 Prozent.

Dienstleistungssektor

Im⁢ Dienstleistungssektor berichten die Unternehmen etwas‍ seltener von fehlenden Aufträgen. Der Anteil sank von 33,4 auf 31,1 prozent. Besonders⁢ betroffen bleiben Unternehmensberater mit 53,8⁣ Prozent sowie die Werbebranche mit 51,2 Prozent. Auch in der Beherbergung und ‍bei den​ IT-Dienstleistern‌ liegt der Anteil mit jeweils 48,1 Prozent ⁤weiterhin auf hohem ⁤niveau.

Handel

Im Handel bleibt ‍die‍ Lage schwierig. Unter den Großhändlern klagen⁤ unverändert knapp​ zwei Drittel der ‍Unternehmen (62 Prozent) über fehlende Aufträge. Bei den Einzelhändlern⁤ hat sich die Situation leicht verschlechtert, der Anteil stieg von 48,7 auf 51,3 Prozent. Damit berichtet weiterhin etwa jeder zweite Betrieb über eine unzureichende Nachfrage.

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