Fachkräftemangel in Deutschland entspannt sich leicht
Laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts hat sich der Fachkräftemangel in Deutschland etwas entspannt. Der Anteil der Unternehmen, die über fehlende qualifizierte arbeitskräfte klagen, sank von 25,8 prozent im Oktober auf 22,7 Prozent. dies ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren.
Einflussfaktoren
Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe erklärt,dass die schwache konjunkturelle Entwicklung eine rolle spielt. Zudem verändert der technologische Wandel, insbesondere die künstliche Intelligenz, den Arbeitsmarkt zunehmend.
Branchenunterschiede
Besonders im Bereich Transport und Logistik sank der Fachkräftemangel deutlich: Der Anteil der betroffenen Unternehmen fiel von 42,7 auf 30,6 Prozent. Rund jeder vierte Dienstleister klagt weiterhin über fehlendes Personal. Besonders betroffen sind Rechts- und Steuerberater mit 58,4 Prozent sowie Leiharbeitsfirmen mit 56,6 Prozent.
In der Industrie berichten 16,6 Prozent der Unternehmen von einem Fachkräftemangel, ein Rückgang um einen halben Prozentpunkt. Im Automobilsektor und bei Herstellern elektrischer Ausrüstungen liegt der Anteil knapp unter 10 Prozent, im Maschinenbau bei rund 19 Prozent.
handel und Baugewerbe
Auch im Handel hat sich die Lage entspannt: 18 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Im Einzelhandel sind es 21,6 Prozent, im großhandel 16,2 Prozent.Im Bauhauptgewerbe bleibt der Anteil der betroffenen Unternehmen jedoch hoch bei 30,4 Prozent.
Zukünftige Herausforderungen
Wohlrabe warnt, dass trotz des Rückgangs strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben. Die Alterung der Bevölkerung trifft auf einen tiefgreifenden technologischen Wandel, was die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen weiter verschieben wird.











