Rückgang des Primärenergieverbrauchs in Deutschland
der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist im ersten Quartal des Jahres leicht gesunken. Dies teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit. Konkret sank der Verbrauch um 1,7 Prozent auf 3.059 Petajoule oder 104,4 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Einflussfaktoren und Konjunktur
Die schwache Konjunktur wird als Hauptgrund für den Rückgang genannt. Obwohl das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent wuchs,ging die Produktion in energieintensiven Bereichen zurück. Ein anstieg des Verbrauchs im raumwärmemarkt aufgrund der kalten Witterung im Januar konnte dies nicht ausgleichen.
Energiepreise und Einflüsse
Die gesunkenen Energieeinfuhrpreise hätten den Verbrauch steigern können, jedoch verhinderten die Sperrung der Straße von Hormus und steigende Rohöl- und Erdgaspreise diesen Effekt. Zudem führten Verschiebungen im Energieträgermix zu einer Einsparung von Primärenergie durch mehr Strom aus erneuerbaren Energien.
Verbrauch von Energieträgern
Der Mineralölverbrauch sank um 5 Prozent. Ottokraftstoff ging um 0,5 Prozent zurück, Dieselkraftstoff um 5 Prozent. Der Verbrauch von Flugkraftstoff und leichtem Heizöl sank ebenfalls. Erdgasverbrauch verringerte sich um 1,4 Prozent, während der Steinkohleverbrauch um 3,5 Prozent stieg. Der Braunkohleverbrauch ging um 7 Prozent zurück.
Erneuerbare Energien und Stromexport
Erneuerbare Energien verzeichneten einen Zuwachs von 6,6 Prozent, insbesondere durch eine 28 Prozent höhere Windstromerzeugung.Solarstrom stieg um 3 Prozent. erstmals seit 2023 exportierte Deutschland mehr Strom als es importierte. Die Stromausfuhren stiegen um 20,6 Prozent.
CO2-Emissionen
Die energiebedingten CO2-Emissionen sanken um 2,5 Prozent, was einer Verringerung von etwa 4,5 Millionen Tonnen entspricht.


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