Übernahmekampf um die Commerzbank
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Michael Kotzbauer, hat den Übernahmeplan der italienischen Großbank Unicredit zurückgewiesen. In einem Interview mit der FAZ erklärte Kotzbauer, dass die Commerzbank zwar grundsätzlich offen für Gespräche sei, jedoch der von Unicredit vorgelegte Plan inakzeptabel sei. Dieser Plan würde die Bank in ihrer aktuellen Funktionsweise zerlegen, ohne den Aktionären eine Prämie zu bieten.stattdessen müssten die Aktionäre sogar zu einem Abschlag in Unicredit-Aktien tauschen. Der Vorstand der Commerzbank sei verpflichtet, im Interesse der Aktionäre zu handeln.
Kritik an Unicredit
Kotzbauer kritisierte die öffentliche Kommunikation von Unicredit als feindlich und irreführend. Diese Darstellungen habe die Commerzbank zurückgewiesen, da sie die Kundeninteressen nicht ausreichend berücksichtigten. „Kunden sind aber Grundlage der Existenz einer Bank“, betonte Kotzbauer.
Stabilität im Firmenkundensegment
Im operativen Geschäft sieht Kotzbauer die Commerzbank im Firmenkundensegment als stabil an. „Unser Kreditbuch ist resilient“, sagte er angesichts des wirtschaftlich schwierigen Umfelds.
Ausblick auf Quartalszahlen
Am 8. Mai plant die Commerzbank, ihre Quartalszahlen und ein Strategie-Update zu präsentieren. Kotzbauer kündigte an, dass dabei klare Ziele bis 2030 vorgestellt werden sollen.



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