keine Gasmangellage in Deutschland
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sieht trotz niedriger Speicherstände keine Gasmangellage in Deutschland. Die Gasversorgung in Deutschland und Europa sei stabil, erklärte Müller im Berlin Playbook Podcast von POLITICO.
Option Bezugsquellen
Obwohl die Gasspeicher historisch niedrig gefüllt sind, gibt es laut Müller zahlreiche Möglichkeiten für Händler und Stadtwerke, Gas nach Deutschland zu importieren. Als mögliche Lieferanten nannte er Norwegen, die Niederlande und belgien. Zudem verwies er auf die ungenutzten Kapazitäten der Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee.
Prognosen für Gaspreise
Müller erwartet, dass Deutschland mit sehr geringen Speicherständen aus dem Winter gehen wird. Im Februar und März könnten die Gaspreise aufgrund notwendiger Importe steigen. Für private Haushalte sei dies weniger relevant, da sie meist langfristige Verträge haben. Für Herbst und Winter 2026 sowie Anfang 2027 prognostiziert die Behörde niedrigere Futurepreise an der Gasbörse.
Herausforderungen im Winter 2026/27
Der Winter 2026/27 wird laut Müller die nächste Herausforderung darstellen. Private Händler seien in der Verantwortung, ausreichend neues Gas zu beschaffen. Müller betonte die Bedeutung von Marktsignalen und der Vorbereitung auf exogene Schocks. Eine strategische Gasreserve wird derzeit diskutiert. Als größtes Risiko für die Gasversorgung nannte Müller potenzielle Terroranschläge.











