BDI glaubt nicht an Entlastungsprämie für Mehrheit der Beschäftigten

Peter Leibinger (Archiv)
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BDI-Chef Peter Leibinger erwartet, dass die Mehrheit der deutschen Unternehmen keine Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Mitarbeiter zahlen kann

Unternehmen und Entlastungsprämie

BDI-Chef Peter Leibinger äußerte Zweifel daran, dass die Mehrheit der deutschen Unternehmen in der Lage sein wird, eine Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Mitarbeiter zu zahlen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ erklärte Leibinger, dass viele Firmen bereits während der Coronakrise die Möglichkeit genutzt hätten, eine Prämie von bis zu 3.000 Euro zu zahlen. Doch nach drei Rezessionsjahren seien die Unternehmen nun mit leereren Auftragsbüchern und einer massiven Unterauslastung konfrontiert.

Energiepreiskrise und Tankrabatt

Leibinger äußerte sich auch zur Energiepreiskrise und dem Tankrabatt. Er betonte, dass es sich nicht um einen kurzen Preisschock, sondern um eine strukturelle Verteuerung von Energie handele. Die Energiepreise würden voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2027 langsam zurückgehen. Der Staat könne eine dauerhafte marktveränderung nicht einfach wegsubventionieren.

Kritik an Maßnahmen

Der BDI-Chef kritisierte, dass der Tankrabatt zwar kurzfristig wirksam sein könne, es jedoch sinnvoller gewesen wäre, gezielt betroffene Branchen und Menschen mit niedrigen Einkommen zu unterstützen. Er wies darauf hin, dass der Iran-Krieg und die Debatte über hohe Spritpreise wichtige Reformfragen in Deutschland überdecken. Leibinger lehnte zudem die Einführung einer Übergewinnsteuer als „untauglich“ ab.


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