Forderung nach Aussetzung der CO2-Bepreisung
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, fordert angesichts steigender Energiepreise infolge des Iran-Krieges eine Aussetzung der CO2-Bepreisung. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ betonte Rukwied, dass die Bundesregierung die CO2-Besteuerung beim Diesel für die landwirtschaft und die gesamte Wirtschaft kurzfristig aussetzen solle.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wirtschaft
Rukwied erklärte,dass die sprunghaften Preissteigerungen beim Diesel besonders für die Frühjahrsbestellung schmerzhaft seien. Die Kosten für Betriebsmittel und Energie stiegen deutlich an, während die Preise für landwirtschaftliche Produkte niedrig blieben. Diese Diskrepanz sei problematisch für die Landwirtschaft.
Notwendigkeit höherer Erzeugerpreise
Der verbandspräsident betonte, dass die aktuellen Kostensteigerungen von der Landwirtschaft nicht getragen werden könnten. Zudem seien höhere Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte zwingend erforderlich.
Hintergrund zur CO2-Bepreisung
Brennstoffe wie Benzin, Diesel und Erdgas fallen unter das nationale Emissionshandelssystem, das ab 2028 größtenteils vom Europäischen Emissionshandel (EU-ETS 2) abgelöst werden soll. Unternehmen müssen Emissionszertifikate erwerben, wobei ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2026 gilt. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, der Projekte wie den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur fördert.











