DB Fernverkehr reduziert Arbeitszeit
DB Fernverkehr hat zum 1.März die Arbeitszeit des fahrenden Personals um etwa 30 Minuten reduziert. Grund sind die zahlreichen Verspätungen. Dies teilte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der „Süddeutschen Zeitung“ mit.
Maßnahmen zur Entlastung
Zusätzlich wird bei besonders störanfälligen Zügen eine halbe Stunde mehr Pufferzeit für Personalübergänge eingeplant. Insgesamt sind nun bis zu 90 Minuten Pufferzeit möglich. Diese Maßnahmen sollen Zugbegleiter, Lokführer und Gastronomie-Mitarbeiter entlasten, die mit zusammenbrechenden Schichtplänen zu kämpfen haben. „Wir alle nehmen die Situation unserer Mitarbeiter sehr ernst“, sagte Peterson. „Wir steuern gegen, wo wir können.“
Personalaufstockung und Investitionen
Bereits im vergangenen Jahr stellte DB Fernverkehr 450 zusätzliche Mitarbeiter ein. In diesem Jahr kommen 150 weitere hinzu,insgesamt also 600. „Wir tätigen hierfür große Investitionen“, so Peterson. Dank eines resilienteren Fahrplans konnte die Pünktlichkeit um zweieinhalb Prozentpunkte verbessert werden. „aber natürlich kann ich damit nicht 20 Prozentpunkte Unpünktlichkeit kompensieren, die durch kaputte Schienen und Baustellen erzeugt werden“, erklärte Peterson.
Unmut in der Belegschaft
Unmut in der Belegschaft verursachte eine Weisung für Zugbegleiter, die detaillierte Vorgaben für Sauberkeit und Borddurchsagen enthielt. „Die Weisung war in der Form, wie sie geschrieben wurde, für manche Mitarbeiter missverständlich. Das haben wir im Nachhinein auch gesehen“, sagte Peterson. „Daran merken wir, dass wir gar nicht genug kommunizieren können.“











