WTO-Chefin sieht größte Handelskrise seit 80 Jahren

Welthandelsorganisation WTO (Archiv)

Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, bezeichnet den globalen Handel als in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. "Wir erleben gerade die schlimmsten Verwerfungen der letzten 80 Jahre", sagte sie der "Welt

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Globale Handelskrise

Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, sieht den globalen Handel ‍in der größten Krise seit dem Ende​ des⁢ Zweiten Weltkriegs. „Wir⁢ erleben gerade die schlimmsten Verwerfungen der letzten 80 Jahre“, sagte sie der „Welt“.

WTO-Regelwerk bleibt relevant

Trotz der Krise ​findet der Warenaustausch laut Okonjo-Iweala weiterhin zu ‌fast drei Vierteln ⁤gemäß WTO-Vorschriften statt. „Die große Mehrheit der Mitglieder‌ wendet unser Regelwerk an“, betonte sie. „Nicht alles ⁢ist kaputt.“

US-Einfluss ⁢und Reformbedarf

In den vergangenen Monaten verhängte US-Präsident Donald Trump Zölle gegen viele Staaten, was WTO-Regeln missachtet haben ‌könnte.‌ Dennoch verteidigte Okonjo-Iweala die USA und sieht sie als ‌Motor für ‌veränderungen. „Wir schätzen die USA als⁣ Mitglied und freuen ⁤uns, dass sie dabei sind“, sagte ⁢sie.⁤ „Es ist gut, wenn die WTO-Staaten nun bereit sind, schwierige Reformen anzupacken.“

Reformvorschläge für die WTO

Okonjo-Iweala möchte ​die Handlungsfähigkeit der WTO stärken. Sie schlägt vor, dass⁤ sich ⁢Mitglieder häufiger ‍zu „Koalitionen der Willigen“ zusammenschließen ⁣könnten, um gemeinsam Regeln zu entwickeln ⁣und Entscheidungen zu treffen.

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